Leichlingen: Geballte Frauenpower bei der Sportlerwahl
VON SEBASTIAN KUNIGKEIT - zuletzt aktualisiert: 31.01.2011Leichlingen (RPO). Das Gesicht des Leichlinger Sports präsentierte sich am Freitagabend jung, erfolgreich – und weiblich. Die große Mehrheit derer, die bei der Ehrung der Sportler des Jahres auf dem Treppchen standen (wir berichteten), sind Nachwuchssportler.
Und bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres war mit der weiblichen C-Jugend der Bergischen Panther und der Junioren-Garde des TSV Rhein-Wupper so viel Frauenpower auf den ersten beiden Plätzen, dass der Stadtsportverbandschef Karlheinz Dick scherzte, die Laudatoren wünschten sich wohl, Karnevalsprinz zu sein. Denn da gehöre das Bützen zum Geschäft.
Mit über hundert Gästen war die stimmige Veranstaltung im Ratssaal gut besucht. Darunter viele Sportskameraden und Angehörige der Nominierten. Seit zwei Jahren wird zuvor nur bekannt gegeben, wer es in die Gruppe der ersten Drei geschafft hat. In Oscar-Manier öffneten Sponsoren die Umschläge mit den Platzierungen. Schöner Nebeneffekt: Auf jeden Sportler, der es in die Spitzengruppe geschafft hat, wird eine Laudatio gehalten.
"Sie haben nicht nur für sich selbst etwas erreicht, sondern auch für Ihren Verein und unsere Stadt", betonte Bürgermeister Ernst Müller. Die persönlicheren Lobhymnen gab's von den Laudatoren. Andreas May vom Judo-Sport-Club ließ seiner Freude freien Lauf, dass Judoka Jörn Sinsilewski zum Sportler des Jahres gewählt wurde. "Wir haben fast 40 Jahre darauf gewartet, bis unser kleiner Verein endlich einen Weltklasse-Judoka hervorgebracht hat", sagte er.
Karl Krapp vom Schützenverein über Jessica Mager, die zum zweiten Mal zur Sportlerin des Jahres gekürt wurde: Die 22-Jährige sei "eine der talentiertesten, erfolgreichsten und charmantesten Sportschützinnen in Deutschland." Cool präsentierte sich die männliche A-Jugend der Rasenkraftsportler, die zwei dritte Plätze abräumte (Mannschaftswertung und mit Falko Heile in der Einzelwertung). Kaugummi kauend nahmen die drei Jungs (der vierte Mannschaftskamerad war im Urlaub) die Ehrung entgegen.
Zuvor schlug etwa Karlheinz Dicke ernstere Töne an. Angesichts der schwierigen städtischen Finanzlage appellierte er: "Bei der Instandhaltung der Sportstätten darf nicht gespart werden."
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