Leverkusen: Grandioser Start fürs "Street Life-Fest"
VON ULRICH SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 07.08.2010 - 12:21Leverkusen (RPO). Der kleine Verein "Jazz Lev" legte am Freitagabend einen grandiosen Start zum dreitägigen "Street Life-Fest" hin. "Es war rappelvoll", sagte Vorsitzender Wolfgang Orth am Samstag zufrieden und ließ sich zuhause ein Entspannungsbad ein.
Vorher hatte er schon um neun Uhr mit dem harten Kern der Festhelfer gefrühstückt. Heute, Samstag, geht es ab 13 Uhr weiter mit Musik und Party. Mehrere tausend Menschen hatten sich am Freitag längst der Hauptstraße und auf dem Barmer Platz in Alt-Wiesdorf getummelt.
Es ist die familiäre Stimmung, die friedliche Atmosphäre des Freiluftfestes, die seit Jahren die Besucher, junge wie alte, fasziniert. Der Aufmarsch von Dutzenden Polizisten als Beruhigungsfaktor für schlagkräftige Betrunkene, wie es etwa nächste Woche bei der Bierbörse in Opladen nötig sein wird, das brauchen die "Street-Life"-Organisatoren nicht.
Fast 50 Bands auf drei Bühnen an drei Tagen, dieses eintrittsfreie Angebot zieht. Organisiert von den ehrenamtlichen Helfern des Jazz-Vereins, der mit den Einnahmen aus dem Getränkeverkauf das Jahresprogramm in der Szenekneipe "topos" weitgehend finanziert.
Geduld bewiesen Freitagabend die Fans von "Farfarello". Die Instrumentalband (diesmal nach 21 Jahren erstmals wieder mit einer Sängerin auf der Bühne) verspätete sich um 1,5 Stunden. Donnerstagabend hatten die Musiker um den Leichlinger Manni Neumann noch in Bozen gespielt. Die Rücktour am Freitag war durch schlechtes Wetter in Bayern und Staus mühsam wie langsam. Machte nichts, die Farfarello-Anhänger blieben.
Während "Teufelsgeiger" Manni dann doch auf der großen Bühne am Barmer Platz die Geige bearbeitet, bis die Saiten rissen, rauchten im Hintergrund die Chempark-Schlote und in den Seitenstraßen ums Straßenfest schrieben städtische Kontrolleure Knöllchen. Das Fest an der Hauptstraße geht am Sonntag (11 Uhr bis ca. 22 Uhr) weiter.
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