Leverkusen: Grünkohl für die Generationen
VON HERBERT BONGARTZ - zuletzt aktualisiert: 05.03.2008Leverkusen (RPO). Das Mehrgenerationenhaus an der Pfarrer-Röhr-Straße bietet jetzt jeden Mittwoch einen Mittagstisch an. Die Caritas wünscht sich, dass er nicht nur von älteren Mitbürgern angenommen wird.
lützenkirchen 15 Senioren und zwei Sozial-Praktikantinnen sitzen schweigend am Tisch. Nur das Klappern von Messern und Gabeln ist zu hören. Allen schmeckt es offensichtlich. Es gibt Grünkohl mit Mettwurst. „Das Essen ist sehr gut“, schwärmt Margarete Nolden, die schon seit Jahren regelmäßig das Mehrgenerationenhaus an der Pfarrer-Röhr-Straße besucht. „Zuerst haben mich nur die Vorträge gereizt“, erzählt die Lützenkirchenerin. „Jetzt komme ich aber auch regelmäßig zum Mittagstisch.“
Beliebte Reibekuchen
Die Caritas Leverkusen bietet diesen Mittagstisch jeden Mittwoch an. „Angefangen haben wir damit Aschermittwoch“, erklärt die Leiterin des Mehrgenerationenhauses, Gisela Tränkner. Da habe es Fisch gegeben. Besonders gut besucht war der Mittagstisch in der vergangenen Woche. Da erfreuten sich die Besucher an Reibekuchen. „Wir wollen das anbieten, was die Leute zu Hause nicht für sich alleine kochen“, so Tränkner. In der nächsten Woche stehen Königsberger Klopse auf dem Speisenplan. „Wir haben auch schon die ersten Anfragen, ob wir den Mittagstisch nicht öfter anbieten können.“ Jetzt werde darüber nachgedacht, ob es ihn nicht auch irgendwann mal dienstags geben werde. Geliefert wird das Essen von einem Party-Service.
Wenn das Mehrgenerationenhaus von der Pfarrer-Röhr-Straße in die Theodor-Gierath-Straße umzieht, wird es den Mittagstisch ohnehin jeden Tag geben. Bis es soweit ist, wird es aber noch etwas dauern. Gisela Tränkner: „Wir hoffen natürlich, das dann auch alle Besucher mit uns in die neue Stätte wechseln werden.“
Iris Bliss gibt einigen Senioren beim Mittagstisch noch einen Nachschlag. Sie arbeitet seit Anfang des Jahres als 400-Euro-Kraft im Mehrgenerationenhaus. Ihre Stärke ist das Backen. Das macht sie gemeinsam mit den Praktikantinnen. Das Gebäck wird den Besuchern angeboten. „Wir wollen sogar ein Backbuch herausgeben“, freut sich Gisela Tränkner.
Fahrt nach Bochum
Im Mehrgenerationenhaus sind wirklich alle Generationen vertreten. Das merkt man besonders in den Kursen, die angeboten werden. Dazu gehören unter anderem Tanzen, Theater AG 60 plus und Englisch. „Wir möchten auch, dass nicht nur ältere Mitbürger zu unserem Mittagstisch kommen“, so die Leiterin. Jeder ist eingeladen. Das gilt auch für Kinder. Margarete Nolden freut sich schon auf den 10. April. An diesem Tag wird eine Fahrt nach Bochum organisiert. Dort wird das Musical Starlight-Express aufgeführt. „Das möchte ich unbedingt sehen“, sagt die 81-Jährige. Natürlich will sie auch das neue Mehrgenerationenhaus an der Theodor-Gierath-Straße besuchen. „Ich wohne nur ein paar Minuten entfernt davon.“
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