Opladen: Hallenbad wird am 30. Juni 2010 geschlossen
VON MONIKA KLEIN - zuletzt aktualisiert: 12.10.2009Opladen (RPO). Der Anteil älterer Mitbürger wird deutlich zunehmen, die Jungen werden weniger. In naher Zukunft werden viel mehr barrierefreie, kleine Wohnungen benötigt. Stadtplaner und Wohnungsbaugesellschaften müssen sich jetzt mit dem demografischen Wandel auseinandersetzen, um Engpässe zu vermeiden.
Der Gemeinnützige Bauverein Opladen (GBO) hat reagiert und erstellt auf dem Grundstück zwischen Kockenberg und Remigiuskirche an der Düsseldorfer Straße bekanntlich ein Wohn- und Praxishaus mit 65 barrierefreien Zwei- und Dreizimmerwohnungen.
Das Projekt füllt eine Marktlücke. Für die Wohnungen haben sich nämlich schon 300 zumeist auswärtige Personen beworben, berichtete Alexander Dederichs vom GBO jetzt beim 4. Opladener Stammtisch im CBT-Wohnhaus Upladin. Das Gebäude sei praktisch vollständig vermietet – und das in der Rohbauphase.
Geschäfte im Erdgeschoss
Deswegen plant der Bauverein auch zwei weitere Bauvorhaben, in denen weitere barrierefreie, seniorengerechte Wohnungen vorgesehen sind. Eins liegt der Baustelle an der Düsseldorfer Straße gegenüber. Der GBO hat die Grundstücke zwischen Gerhart-Hauptmann- und Günther-Weisenbornstraße aufgekauft, vereint und bereits für den Bau vorbereitet. Geplant sind dort im Erdgeschoss Geschäfte für die Nahversorgung und darüber weitere 50 kleinere Wohnungen.
Zeitnaher Abriss des Bades
Am 30. Juni 2010 wird das Hallenbad an der Herzogstraße geschlossen. Das soll dann zeitnah abgerissen werden, um Anfang 2011 mit dem Neubau eines Wohnhauses beginnen zu können, erklärte Dederichs. Auch hier will man seniorengerecht bauen, 56 entsprechende Wohnungen sind geplant. Insgesamt schafft der GBO so 170 Einheiten innerhalb von zwei Jahren.
Auch im CBT-Haus Upladin hat man die Zeichen der Zeit erkannt. Die Menschen bleiben so lange wie möglich in ihren Wohnungen, sagte Leiter Wolfgang Pauls. Er stellte beim gut besuchten Stammtisch das Konzept vor, nach dem sich das Upladin zukunftsfähig macht. Auf Dauer werde man stationäre Plätze abbauen zu Gunsten von Mehrgenerationenwohnen. Man wolle mehr auf die Wünsche älterer Menschen eingehen, die in der eigenen Wohnung und gewohnter Nachbarschaft bleiben wollen.
Die möchten bezahlbare Hilfen und ein gutes Netzwerk. Im Upladin werde man deshalb das Dienstleistungsspektrum anpassen.
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