Hitdorf: Hitdorf: Kita mit "Leuchtpol" hoch hinaus
VON PETER KORN - zuletzt aktualisiert: 19.02.2010Hitdorf (RPO). Der Awo-Kindergarten "Ringstraße 73" bekam gestern hohen Besuch. NRW-Familienminister Armin Laschet schaute vorbei, um mit den Kindern
eine neue Spielkiste auszupacken. Sie ist Bestandteil des Kinder-Umweltbildungsprojekts "Leuchtpol", zu dem jetzt auch die Hitdorfer Kita gehört.Was ein Minister ist, das weiß Aaron Arkaya noch nicht so genau. Aber was NRW-Familienminister Armin Laschet gestern bei seinem Besuch in der Awo-Kindertagesstätte Ringstraße 73 in Hitdorf wollte, war dem Sechsjährigen sonnenklar: "Der spielt mit uns."
Irgendwie stimmte das sogar: Der CDU-Politiker war in der Tat nach Hitdorf gekommen, um gemeinsam mit den Hitdorfer Dreikäsehochs eine Spielzeugkiste zu öffnen. Und zwar eine mit ganz besonderem Inhalt: ein Holzhubschrauber mit Sonnenkollektor, dessen Rotorblätter sich drehen, wenn ein Lichtkegel ihn trifft, ein Buch "Forschen mit Franz Frosch", ein Energieverbrauch-Messgerät und und und.
Die Leuchtpol-Partner
Gesellschafterin Die Arbeitsgemeinschaft Natur und Umweltbildung Bundesverband e.V. (ANU)
Beratung Das Institut für Integrative Studien (infis) der Leuphana Universität Lüneburg.
Unterstützer Die E.on AG fördert das Projekt im Rahmen ihrer Initiative "Energie für Kinder"
Nachhaltige Entwicklung fördern
Die neuen Spielsachen sind ein Bestandteil des Projekts "Leuchtpol", das Bildung für nachhaltige Entwicklung am Beispiel des Themas "Energie und Umwelt" im Elementarbereich fördert. "Genau das hat uns so begeistert", sagt Kita-Leiterin Regine Friedrich. Die meisten Projekte in diesem Bereich wendeten sich an die Schulen: "Dabei sind Kindergartenkinder genauso wissbegierig und geeignet, sich schon früh Umweltthemen spielerisch zu nähern." In Hitdorf fasst man das Thema übrigens nicht ganz so eng, wie Regine Friedrich ihrem prominenten Gast erläuterte: "Wir zählen beispielsweise auch gesunde Ernährung dazu, bereiten unter anderem gemeinsam Gerichte aus aller Welt zu."
In fünftägigen Fortbildungs-Seminaren, die von der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung ins Leben gerufen wurden, können sich Erzieher der teilnehmenden Kindergärten fitmachen für die Aufgabe, den Kindern am Beispiel von Energie und ihrer Nutzung nachhaltige Entwicklung bewusst zu machen. Entsprechendes Lernspielzeug bekommen die Kitas gestellt.
Finanziell getragen wird "Leuchtpol" von der E.on AG, die in diesem Jahr 1100 Kindergärten im Rahmen des Projekts unterstützt. 4000 sollen es bis 2012 werden. 28 Millionen Euro lässt sich der Energiekonzern den Einsatz kosten. "Auch wir lernen täglich dazu", betont E.on-Vorstandsmitglied Christoph Dänzer-Vanotti, der gestern ebenfalls in Hitdorf vorbeischaute: "Allein schon dadurch, dass wir bei diesem Projekt mit einer Umweltorganisation als direktem Partner zusammenarbeiten." Ein Energieriese und eine Umweltbildungseinrichtung. Passt das wirklich? "Anfangs war es für beide Seiten vielleicht nicht immer leicht", sagt Dänzer-Vanotti. "Aber wir arbeiten im Großen und Ganzen wirklich gut zusammen."
Das registrierte auch Minister Laschet, der gestern von den Hitdorfer Kindern auch noch ein Extra-Ständchen gesungen bekam. Er hatte nämlich Geburtstag, wurde 49 Jahre alt.
Und der Minister lobte das "Leuchtpol"-Projekt nicht nur, er testete das Spielzeug auch gleich selber, etwa das Memory-ähnliche "Merke-Fix". "Das spiele ich öfters schon mal mit meiner Tochter", verriet Armin Laschet, bevor er lächelnd hinzufügte: "Und die schlägt mich dabei immer." Das fand nicht nur Aaron Arkaya "einfach cool".
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