Leverkusen: Hitdorf: Lösung für das Heizungsproblem
VON ULRICH SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 21.02.2011Leverkusen (RPO). Die Stadthalle Hitdorf und das Erneuern der Heizungsanlage wird heute im Stadtrat (ab 14 Uhr, fünfte Rathausetage) Thema sein. Es ist offenbar eine Lösung im teils heiß geführten Heizungsstreit in Sicht.
Der Vorsitzende des Dachverbandes Hitdorfer Vereine, der für die Stadthalle verantwortlich ist, hatte ein Gespräch mit Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn. Der Stadtchef hatte dazu nach RP-Informationen Vertreter der Energieversorgung Leverkusen eingeladen. Das würde bedeuten, dass die EVL die Sanierung der Heizungsanlage mitorganisieren soll.
"Wir hatten inzwischen wieder Schäden an der Heizung", sagt Ferdinand Feller, Vizevorsitzender des Dachverbandes. Es mussten an den Rohren drei Löcher abgedichtet werden. Dringend nötig ist daher der Austausch von Heizungskessel, Leitungen und Heizkörpern. Dazu holte sich der Verbandsvorstand Kostenvoranschläge. Die Montage eines Brennwertkessels samt den übrigen Arbeiten liege bei etwa 30.000 Euro, berichtet Feller. Das Angebot für eine Niedertemperaturanlage zeigt Kosten von 16.000 bis 18.000 Euro auf.
Die Hitdorfer Vereine müssen diese Summe allein erwirtschaften. Sagt die Stadtspitze und verweist auf den Vertrag mit dem Verband. Dies löste die politische Diskussion aus, ob die Vereine die Summe überhaupt stemmen könnten.
Die Fraktion Bürgerliste fordert, dass die Stadt sich an den Sanierungskosten beteiligt. Um Unklarheiten zu beseitigen, ließ sich ein Vertreter der CDU-Fraktion die städtischen Akten zur Stadthalle vorlegen. Darin steht offenbar unmissverständlich, dass die Vereine auch für die Heizung verantwortlich sind.
Die Frage bleibt, ob der Dachverband genügend Geld aufbringen kann. Immerhin: In einem Zeitraum von acht Jahren soll der Verband mit der Stadthalle Einnahmen von über 300 000 Euro kassiert haben. Davon gingen ca. 80 000 Euro für "Personalkosten" drauf. "Könnte stimmen", sagt Feller. Bezahlt werden müssten die Reinigungskräfte (11 Euro/Stunde) und die Bürokräfte im Dachverbandsbüro (7 Euro/Stunde). Der Verbandsvorstand und die Vereinsvertreter arbeiteten ehrenamtlich.
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