Leverkusen: Hitdorf umfahren
zuletzt aktualisiert: 12.04.2008Leverkusen (RPO). Keine Stadt dieser Welt baut uns Hitdorfern eine Entlastungsstraße für eine Million Euro, um den Autoverkehr aus Hitdorf herauszuhalten. Denn 1000 Meter Asphalt mit ordentlicher Kanalisation kosten eine Million Euro.
Und was käme nach dem Bau der „Bernsteintrasse“? Es käme die intensivste Bebauung der Feldflur auf uns zu. Hier eine Lagerhalle, da ein ortsfernes Wohngebiet: Eine unwirtliche Zersiedelung der Landschaft käme dabei heraus! Dies wird die Bebauung den Charakter Hitdorfs verändern. Der Charakter als Straßendorf, der sich bereits heute durch die scheibchenweise Bebauung der Langenfelder Straße aufzulösen droht, wäre damit gänzlich verloren.
Die Landesbehörde „Straßen NRW“ sagt seit Jahren, dass wir die A 59 benutzen sollen, um Hitdorf zu umfahren. Strengen wir uns also lieber an, den Durchgangsverkehr aus dem Ort herauszuhalten und die 40-Tonnen-Lkw mit der intelligenten Hilfe unserer Stadtverwaltung auf die Autobahn zu verlagern. Durch eine Umgehungsstraße wird das Gegenteil eintreten: Wir laden die 40-Tonner geradezu ein, auf dieser Bernstein-Trasse die Staus der Autobahnen zu umfahren.
Ach, was soll das Geschrei um eine sündhaft teure Asphaltpiste durch die heimatlichen Feldfluren? Hegen und pflegen wir lieber unser Hitdorf mit seinen erhaltenswerten Erholungsgebieten! Renovieren wir behutsam unsere Durchfahrtsstraßen – da sind wahrlich genügend Hässlichkeiten zu beheben! Und hören wir auf, eine blindwütige Bautätigkeit in unseren Feldern auch nur in Erwägung zu ziehen!
Julius Busch
Hitdorfer Str. 169
51371 Leverkusen
(Zum Leserbrief von Peter Flatow)
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