Opladen: Hochhaus im Netz
VON ROMAN ZILLES - zuletzt aktualisiert: 22.01.2009Opladen (RPO). Am Haus Bahnallee/Friedrich-List-Staße befürchteten Statiker, dass Fassadenverankerungen für die Waschbetonplatten nachgeben könnten. Passiert ist nichts. Die geplante Sanierung wird aber beschleunigt.
Die Aussicht vieler Bewohner des Hochhauses an der Bahnallee/Friedrich-List-Straße wird derzeit getrübt von grünen Netzen, die das Haus umspannen. Sie wurden vorsorglich aufgehangen, weil Statiker befürchteten, dass Fassaden-Verankerungen für die Waschbetonplatten nachgeben könnten. "Dies hat sich glücklicherweise nicht bestätigt", sagte Klaus Feldhaus auf Nachfrage. "Aber es hat die geplante Sanierung beschleunigt."
Zeitgemäße Wärmedämmung
Der technische Geschäftsführer der "Gemeinnützigen Eisenbahn-Wohnungsgesellschaft mbH Wuppertal" (GEWG) erklärte weiter, dass mit den Maßnahmen im Frühjahr (vermutlich im April) begonnen werde. Angedacht ist, den zwölfgeschossigen Bau aus dem Jahr 1972 mit einer zeitgemäßen Wärmedämmung auszustatten. Feldhaus geht davon aus, dass die Arbeiten in zwei Bauabschnitte geteilt werden.
Zunächst sollen die der Straße zugewandten Seiten modernisiert, im kommenden Jahr die rückwärtigen Fassaden in Angriff genommen werden. Für jeden Abschnitt seien rund 850 000 Euro veranschlagt worden.
Der genaue Umfang der Arbeiten steht aber noch nicht fest. "Wir werden erst noch über die verschiedenen Alternativen entscheiden", verriet Feldhaus. So sei noch unklar, ob die Maßnahmen sich auf die Verstärkung der Dämmung beschränkt oder ob ein Austausch der alten Fenster eingeschlossen wird. Das stellt sich laut Feldhaus in rund zwei Wochen heraus: "Dann erwarten wir ein Angebot einer auf Hochhausfassaden und energetische Konzepte spezialisierten Fachfirma." Sollten die 64 Wohneinheiten mit neuen Fenster bestückt werden, hielten sich die Unannehmlichkeiten für die Mieter aber in Grenzen. "In der Regel müssen wir in diesem Fall nur an rund zwei Tagen in die jeweilige Wohnung."
Eine Erhöhung der Miete sei mit den Arbeiten nicht verbunden. Eher das Gegenteil sei der Fall: "Durch die Maßnahme und den entsprechend sinkenden Energieverbrauch werden die Warmmieten eventuell fallen", meinte Feldhaus. Die Vermietung der Wohnungen sei aber auch bislang kein Problem gewesen. Derzeit stünden zwei Wohnungen leer, für die aber bereits Interesse bekundet worden sei.
Neben dem Hochhaus nimmt GEWG womöglich bald auch die Modernisierung des Gebäudeblocks in der Karlstraße (Hausnummern 37 und 39) in Angriff.
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