Leverkusen: Hochwasser bringt Tiere in Bedrängnis
VON I. LAUER UND U. SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 10.01.2011 - 13:35Die einen zieht es an den Rhein, um sich die geschlossenen Rheintore und den ständig steigenden Pegel anzuschauen - andere werden von den Toren und den Fluten ausgeschlossen. Wie mindestens zwei Kaninchen in Nähe des Yachthafens in Hitdorf. Enten und Schwäne machen sich dagegen auf der Fährstraße breit.
Der Rheinpegel von 8,81 Meter (Stand 11.30 Uhr) erforderte bereits am Samstag, dass die Hochwasserschutztore aufgebaut werden mussten. Denn die Radwege von Hitdorf nach Wiesdorf sind überflutet und Enten und Schwäne schwimmen in der überfluteten Fährstraße. Absolutes Halteverbot gilt auf der Rheinstraße. Nur Einsatzfahrzeuge und Bewohner haben noch Zufahrt.
Vom Wasser eingeschlossen sind bereits das Kran-Café sowie das Restaurant an der Fährstraße. Am Sonntag hatte jemand noch eine Bierbank an die Hochwasserschutzmauer gestellt, damit Besucher die Mauer bequem überwinden konnten, um zu dem Lokal zu gelangen.
Doch bei einem Wasseranstieg von rund 50 Zentimetern erlitt das Lokal am Montagmorgen ein ähnliches Schicksal wie das Kran-Café und zwei Kaninchen: Es wurde von der Außenwelt abgeschottet.
Nun sitzen die beiden Langohren auf einem Erdhügel. Vermutlich hatten sich die Tiere hinter den Schutzwassertoren befunden, bevor diese am Samstag geschlossen wurden. Als dann die Hochwasserschutztore aufgebaut waren und der Pegel stieg, gab es kein Zurück mehr.
In Leverkusen-Bürrig auf der Rheindorfer Straße haben die Anwohner ein anderes Problem. Wegen des Anstiegs des Grundwassers drohen viele Keller vollzulaufen. Derzeit sind die Anwohner dabei, das Grundwasser an den Häusern abzupumpen, um das Wasser aus den Gebäuden zu halten.
Dazu wird das Wasser mit Schläuchen auf die Rheindorfer Straße geleitet. Die städtischen Gullies können die Wassermassen gar nicht mehr aufnehmen. So ist die Rheindorfer Straße leicht überflutet.
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