Leverkusen: Höhenflüge im XXL-Format beim Jubiläum des Jugendchors
VON MONIKA KLEIN - zuletzt aktualisiert: 14.05.2007Leverkusen (RPO). WALDSIEDLUNG Es hatte schon etwas von einem Klassentreffen, diese Begegnung zum 25-jährigen Bestehen des Leverkusener Jugendchores. Es wurde geplaudert und in Erinnerungen geschwelgt, wie es sich gehört. Anders war in diesem Falle, dass zunächst mal hart und solide gearbeitet wurde. Denn im Zentrum der Jubiläumsfeierlichkeiten stand ein Konzert, bei dem auch die Gründungsmitglieder von einst zum Mitmachen eingeladen waren. Und so verlief die musikalische Geburtstagsfeier auf die Weise, die alle unter der Federführung von Theresia und Karl-Heinz Schlechtriem gewohnt sind. Da hat man Spaß, unternimmt gemeinsame Ausflüge zu Kultur- und Vergnügungsveranstaltungen, geht zusammen auf (Konzert-)Reisen. Aber den Vorrang hat stets fundierte Probenarbeit. Und wahrscheinlich liegt gerade da der Grund für eine Begeisterung, die auch nach mehr als zwei Jahrzehnten nicht verblasst ist. Denn in diesem Kreise haben alle erlebt, und die junge Generation erlebt es noch, dass Leistung sich lohnt und dass ein erfolgreicher Auftritt unglaubliche Höhenflüge bescheren kann.
Eine klingende Biografie
Von solchen Momenten gab es beim Jubelkonzert in Größe XXL reichlich, denn die Zuhörer in der vollen Friedenskirche waren so begeistert, dass sie nach jedem Stück verschwenderisch klatschten. Zu recht, denn eigentlich gab es nur Höhepunkte in diesem Programm, das so etwas wie die klingende Biografie des Chores war, der sich 1982 formierte, weil die einstigen Kinderchor-Sängerinnen schlichtweg zu alt für das geschichtsträchtigere Ensemble geworden waren. Mit einer neuen Gruppe gab es neue Ansprüche und Herausforderungen, man erschloss sich neue Genres, zur mehrstimmigen Volksliedpflege entdeckte man nach und nach das Musical, übernahm das Beste aus dem Repertoire anderer Chöre, sang etwa schmusig „Blue Moon“ von Richard Rogers .
Hermannjosef Rübben, Leiter der Bayer-Chöre, soll damals den Kopf geschüttelt haben über diese Repertoire-Erweiterung, verriet Theresia Schlechtriem bei ihrer Moderation mit vielsagendem Lächeln. Das war Anfang der 80er Jahre und zunächst waren es nur Sängerinnen. Erst 1998 wurde der gemischte Jugendchor „Junge Vokalisten“ als Untergruppe gegründet.
Musik der kleinen Choryfeen
Die kam natürlich auch dran im Laufe des Abends, genauso wie die jüngste Gruppe innerhalb des großen Ensembles, die „ChoryFeen“, die Volker Wierz leitet und auch am Klavier begleitete. Aus dem Jugendchor hervorgegangen ist Nicole Dreibholz, die inzwischen Musik studiert und den Kinderchor leitet. Sie brachte sich mit einem Solo ein.
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