Opladen: Initialzündung für Opladen
VON ROMAN ZILLES - zuletzt aktualisiert: 03.04.2008Opladen (RPO). Die Werbung läuft, Interessenten gibt es schon. Dabei soll das Wohn- und Geschäftshaus des Opladener Bauvereins an der Düsseldorfer Straße erst 2010 fertig sein. Was genau geplant ist, stellte die Genossenschaft nun vor.
Für die Besucher lagen Postkarten bereit. Darauf: eine kurze Vorstellung des Bauprojekts. Bei Interesse konnte gleich die eigene Adresse auf der Rückseite eingetragen werden. Fehlten noch eine Briefmarke und der Gang zum Briefkasten – schon gehört man womöglich zum Kreis derer, die Ende 2010 beim Erstbezug an der Düsseldorfer Straße dabei sind.
Kein Wort der Kritik
Mit der Werbung hat der Gemeinnützige Bauverein Opladen (GBO) schon frühzeitig begonnen. Was genau er auf dem Areal zwischen Kockenberg und Remigiuskirche vorhat, das stellten Geschäftsführer Bernd Fass und der Architekt Wolfgang Buntenbach am Dienstagabend vor. Knapp zwei Dutzend Neugierige wurden bei der Veranstaltung der Opladener SPD in der GBO-Begegnungsstätte mit Details rund um das Wohn- und Gewerbehaus versorgt. Während der gesamten Vorstellung der Pläne – das ist nicht eben gewöhnlich in Leverkusen – wurde kein Wort der Kritik laut. Als Fass von einer „Initialzündung und Bereicherung für Opladen“ sprach, war Nicken angesagt.
Nach dem endgültigen Scheitern des Pässler-Projekts vor einem halben Jahr entschlossen sich Fass und seine Genossenschaft (entscheidend angefeuert von Bezirksvorsteher Heinz-Gerd Bast) zum Kauf des städtischen Geländes, dem der Erwerb des rund 1500 Quadratmeter großen Kockenberg-Geländes folgte. „Im November starteten wir mit den Planungen, und seitdem kommen wir – dank der Unterstützung durch die Stadt – unserem Ziel mit großen Schritten näher“, sagte Fass. So gebe es schon viele Interessenten, obwohl erst in den Sommerferien die Abriss- und Ende 2008 die Bauarbeiten starten sollen.
Angedacht ist ein fünfgeschossiges Gebäude in Hufeisenform, das mit einem Flachdach an das ehemalige Möbelhaus Kockenberg anschließt und sich auf der anderen Seite mit einem Steildach „gegenüber der Kirche verneigt“, wie es Architekt Buntenbach formulierte. Darin sollen 80 barrierefreie Wohnungen (zwischen 60 und 100 Quadratmeter) für Mieter jeden Alters untergebracht werden. In den unteren Stockwerken – über der Tiefgarage mit 85 Stellplätzen – werden rund 2000 Quadratmeter für Büros und Geschäfte reserviert, von denen sich der GBO einige für seine Geschäftsstelle sichern will. „Wir sprengen mit dem Bau nicht den städtebaulichen Maßstab der Umgebung“, versprach Buntenbach.
Ebenso wenig sollen die Mieten den vertretbaren Rahmen sprengen. Zwar seien auch Penthouse-Wohnungen denkbar. „Aber wir bauen keine Luxus-Wohnungen“, stellte Fass klar. Rund acht Euro lautete die Mietpreis-Zielvorgabe des GBO-Geschäftsführers. Relativiert werde der Quadratmeterpreis durch niedrige Energiekosten. Man tüftele noch an der „Energieoptimierung“. Vielleicht Erdwärme, vielleicht ein Blockheizkraftwerk, sollen die Räume beheizen. In jedem Fall würden langfristig niedrige Betriebskosten anfallen.
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