Leverkusen: Innovationspreis für Wenning
VON MANFRED SCHWEIG - zuletzt aktualisiert: 03.11.2009Leverkusen (RPO). Der Bayer-Vorstandsvorsitzende wurde vom Land NRW für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Dr. Friedrich-Karl Bruder von Bayer MaterialScience erhielt den Preis in der Kategorie Innovation.
Zwei weitere Preise
Den Preis in der Kategorie Nachwuchs erhielt der Kölner Altenforscher Dr. Björn Schumacher. Er hat entdeckt, wie sich die menschlichen Zellen selbst gegen molekulare Schäden wehren.
Ebenfalls in der Kategorie Nachwuchs wurde Dr. Kai Philipp Schmidt (Technische Universität Dortmund ) geehrt. Sein Ziel: physikalische Erkenntnisse auf Computerprozessoren übertragen.
düsseldorf Hohe Auszeichnung für Werner Wenning und Dr. Frieddrich-Karl Bruder. Sie wurden gestern in der Landeshauptstadt mit dem Innovationspreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Der Vorstandsvorsitzende der Bayer AG erhielt den Preis in der Kategorie Lebenswerk für seine Verdienste um das Innovationsland NRW. Der Preis in der Kategorie Innovation für Friedrich-Karl Bruder, Forscher bei Bayer Material Science, ist mit 100 000 Euro dotiert. Der 47-Jährige hat eine neue Grundlage für dreidimensionale und farbige Hologramme entwickelt.
Rolle des Mannschaftskapitäns
Als er von dem Votum der Jury gehört habe, sei er nicht nur überrascht gewesen, gestand Wenning gestern in einer Pressekonferenz. "Normalerweise nehme ich keine Preise an, und ich habe auch überlegt, ob ich diesen Preis nicht ablehnen soll", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bayer AG. "Aber ich sehe mich in der Rolle des Mannschaftskapitäns. Ich nehme diesen Preis für die 12 000 Forscher unserer Unternehmens entgegen."
Der 63-Jährige, der 1966 bei Bayer mit einer Lehre zum Industriekaufmann begonnen hatte, zählte einige Highlights in der Forschung von Bayer auf. Dazu gehören unter anderem Aspirin, das 1899 auf den Markt gekommen ist, sowie der Kunststoff Makrolon (1953). Aus diesem Material würden heute die meisten CDs und DVDs gemacht, sagte Werner Wenning.
Der Vorstandsvorsitzende von Bayer setze seit Jahre klare Prioritäten, lobte NRW-Forschungsminister Professor Andreas Pinkwart den Preisträger aus Leverkusen. Der Forschungsetat von Bayer wachse kontinuierlich, unabhängig von Konjunkturentwicklungen. Selbst in der Krise habe Wenning auf Innovationen gesetzt und den Forschungsetat des Unternehmens auf 2,9 Milliarden Euro aufgestockt. Das sei der höchste der gesamten Unternehmnensgeschichte, sagte der Forschungsminister.
Mehr Sein als Schein
Und der Bayer-Vorstandschef wurde weiter gelobt. Pinkwart: "Wenning ist stets mehr Sein als Schein. Äußerlich bescheiden, im Unternehmen hohe Ansprüche setzend, hat er Bayer nach schwierigen Zeiten in seinem Kernbestand nicht nur gerettet, sondern dem Unternehmen auch neue Perspektiven in einer globalen Ökonomie erschlossen."
Die Innovationspreise wurden gestern Abend von Pinkwart bei einer Feierstunde übergeben. Die Laudatio auf Werner Wenning hielt Professor Ulrich Lehner, Präsident des Verbandes der Chemischen Industie.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






