Leverkusen: Jeder kann mitreden, aber nicht singen
VON INA LAUER - zuletzt aktualisiert: 18.05.2010 - 23:59Leverkusen (RPO). Musik machen ist das Hobby der Hardcore-Punker. Ihr großes Ziel ist es, wenigstens mit ihrer Musik, die Kosten zu decken. In der Video-Band-Serie „Lev You“ stellen wir heute „For all I care“ vor.
Bandserie "Lev you"
Jede Woche stellen wir in der Serie "Lev You" eine lokale Musikband vor. Wollt auch ihr mitmachen? Dann schickt uns eine E-Mail an die Lokalredaktion der Rheinischen Post unter redaktion.leverkusen@rheinische-post.de. Darin solltet ihr uns mitteilen, was ihr für Musik macht und einen Ansprechpartner sowie Telefonnummer nennen. Wir freuen uns auf eure E-Mails.
„Ich mag die heuchlerische Art von vielen Leuten nicht. Jeder meint überall mitreden zu müssen, ohne eine wirkliche Meinung zu haben. Ich finde, man kann dann einfach mal lieber ruhig sein.“ Das ist Holger Dirnbergers Interpretation von dem Bandnamen „For all I Care“. Holger Dirnberger ist 28 Jahre und seit einem Jahr Sänger bei der Leverkusener Hardcore-Band.
Zwar gibt es „For all I care“ seit mittlerweile fünf Jahren, aber erst mit dem Eintritt des 28-jährigen Sängers kam es auch zur Umsetzung des gleichnamigen Songs. „Beim Schreiben des Textes habe ich versucht auszudrücken, wie ich den Bandnamen interpretiere.“
Bei den Themen der einzelnen Lieder sind den vier jungen Männern vor allem persönliche Themen wichtig. So handelt beispielsweise das Lied „New beginning“ von dem Fortgehen einer Person, die irgendwo anders einen Neuanfang macht. „Anlass des Liedes war das Ausscheiden unseres früheren Gitarristen, doch der Song handelt nicht speziell von ihm. Der Abschied ist auch auf andere Situationen wie das Verlassen eines Freundes oder die Liebe übertragbar.“ Der Wechsel von Personal ist bei „For all I care“ abgesehen von den Gründungsmitgliedern Sven (Schlagzeuger) und Mark (Gitarrist) keine Seltenheit. „Ich bin vor einem Jahr über einen Bekannten dazu gestoßen, jüngstes Mitglied ist allerdings unser zweiter Gitarrist Philipp. Aktuell fehlt uns noch ein Bassist“, erzählt Holger.
Musik zum Austoben
Nach Eigenaussage des Sängers veränderte sich mit seinem Eintritt bei „For all I care“ auch die Musik. „Bevor ich in der Band war, waren die Melodien metallischer und düsterer, jetzt sind die Lieder heiter und punkig“, sagt der 28-Jährige.
Etwa zweimal pro Woche trifft sich die jetzige Bandbesetzung. Wichtig ist den Vieren der Spaß und der Ausgleich, den die Musik Ihnen bereitet. „Musik ist für mich ein Ausgleich für mein restliches Leben, insbesondere den Beruf. Ich mache Musik zum Austoben", sagt Gitarrist Mark.
Bisher hatten die vier Jungs mit „For all I Care“ nur wenige Auftritte. „Aber darum geht es uns auch nicht. Musik ist unser Hobby. Wir wollen so oft spielen, wie es geht, aber auch unsere Kosten decken. Musik machen mit Musik machen finanzieren, das ist unser Ziel."
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