Leverkusen: Keine Tränen beim Umzug
VON ROMAN ZILLES - zuletzt aktualisiert: 20.02.2010 - 16:05Leverkusen (RPO). Die Bürgerbüros Opladen und Wiesdorf und die Abteilung von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn werden in diesen Tagen umgesiedelt - ins ECE-Zentrum in der City. 100 Mitarbeiter und 500 Kubikmeter Zubehör ziehen mit.
Eine halbe Stunde vergeht, dann läuft die Umzugsmaschinerie. „Wir sind jetzt gut sortiert“, meint Hans Werner König. Heißt: Er und seine rund zwölf Kollegen vom Transportunternehmen Niesen sind nun in den Abläufen voll drin. Aber eine wirkliche Herausforderung stellt das Oberbürgermeisteramt nicht dar. Schließlich bleiben die Möbel an der Haus-Vorster-Straße. Hier wandern nur Kartons und EDV in den Container, den ein Kran vor das geöffnete Fenster im zweiten Stock hebt.
An drei Stellen beginnt der Umzug von Verwaltungsteilen ins Oberstübchen der Rathaus-Galerie: die Bürgerbüros Opladen und Wiesdorf sowie die Abteilung Oberbürgermeister ziehen mit knapp 100 Mitarbeitern und 500 Kubikmetern Zubehör ins ECE-Zentrums. Für Profi Klaus Niesen sind das die Eckdaten eines eher pflegeleichten Umzugs. Er hat schon Firmen mit 2500 Personen und 30000 Kubikmetern verpflanzt. Auch den Auszug der Verwaltung aus dem Stadthaus hat seine Firma vorgenommen. „Damals hatten Stadtmitarbeiter Tränen in den Augen“, sagt Niesen. Gestern weinte niemand.
Ihre Unterlagen haben die Stadt-Mitarbeiter in den letzten Tagen schon in die Kartons verstaut. In der Oberbürgermeister-Abteilung ist daher gestern nix los. „Telefon und Computer wurde am Vormittag abgeklemmt - ohne die geht hier ja kaum noch was“, erzählt Stephan Reichwald, Referent des Oberbürgermeisters.
Apropros: Im Büro von Reinhard Buchhorn stehen vier Kartons, einiges an Technik, ein schwarzer Aktenkoffer bereit. Auch auf dem Chefsessel prangt - wie auf allen mitzunehmenden Sachen - ein roter Aufkleber. Alle anderen Möbel bleiben hier, darunter antike Schätzchen, die im charakteristischen Orange der 1970er gehalten sind. Welchen Möbeln Bleiberecht an der Haus-Vorster-Straße eingeräumt wird, entscheiden die Nachmieter: Personalrat und Rechnungsprüfungsamt, die im Frühjahr hier aufschlagen.
Während sich die Niesen-Mitarbeiter in Wiesdorf nach anderthalb Stunden und getaner Arbeit zur Unterstützung Richtung Opladen aufmachen, wird am Goetheplatz die Alarmsicherung des Tresors für wichtige Dokumente entschärft. Neben Akten und Technik ziehen von hier 70 Aktenschränke, die je mehr als 300 Kilo wiegen, um. Sie werden wie alles andere über Nacht eingelagert. Heute geht es am ECE-Zentrum weiter: Um 7 Uhr wird ein Kran aufgestellt, ab 8 werden alle Sachen mit gelbem Aufkleber in den vierten Stock, mit rotem Aufkleber in den fünften Stock gehievt.
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