Leverkusen: Klima schonen und Geld sparen
VON JULIA BERTENBURG - zuletzt aktualisiert: 07.02.2011Leverkusen (RPO). Einige hundert Besucher informierten sich gestern im Logistik-Zentrum der Spedition Niesen: Dort zeigten 15 Hersteller, wie man Energieverschwendung stoppen und die Umwelt schützen kann.
Die Kosten für Energie steigen immer weiter an – wie lassen sich im eigenen Heim oder Unternehmen Energie und Ressourcen einsparen? Ein wenig Licht in den Angebotsdschungel brachte gestern der "Klima-Frühschoppen" im Logistikzentrum der Möbelspedition Niesen. Auf der Messe präsentierten rund 15 Hersteller Technologien und Baustoffe aus den Bereichen Dämmung, Beleuchtung, Solar, Wärmepumpen und Heizen.
Produktive Solaranlage
Das Umsetzen des kommunalen Klimaschutzprogramms und die Tatsache, dass die Ausstellung zum zweiten Mal stattfindet, "spricht dafür, dass hier in Leverkusen Einigkeit besteht, das Thema anzupacken", betonte Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn in seiner Eröffnungsrede. In Sachen Solaranlagen informierte der Dachdeckermeisterbetrieb Zager, der im Juli des vergangenen Jahres der Firma Niesen eine 5000 Quadratmeter große Dünnschicht-Solaranlage installiert hatte. "Sie produziert im Jahr 200 000 Kilowattstunden, damit könnten theoretisch 160 Haushalte versorgt werden", sagte Geschäftsführer Klaus Niesen. Anschaffungskosten: 1,4 Mio Euro. Die Folgekosten seien dafür aber sehr gering, erläuterte er: "Die Anlage ist im Prinzip wartungsfrei, nur einmal im Jahr muss eine Kontrolle gemacht werden."
Die Einladenden
Zu der Technologie-Messe mit dem Titel "Investieren für die Zukunft" im Logistikzentrum der Spedition Niesen luden die Stadt Leverkusen, die IHK Köln, die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, die Wirtschaftsförderung Leverkusen, die Firmen Currenta und Niesen sowie das NaturGut Ophoven ein.
In seinem eigenen Heim setzt Niesen noch nicht auf Solarenergie. Das soll sich ändern: "Demnächst steht bei uns eh eine Dachsanierung an, dann werden wir uns eine solche Anlage anschaffen." Auch Michael Balczoweit aus Quettingen plant, in Zukunft von Solarenergie Gebrauch zu machen. Begleitet von seinem Vater holte er sich erste Informationen am Zagerschen Stand ein. "Ein Arbeitskollege hat eine Anlage auf dem Dach, das hat mich dann auf die Idee gebracht", erzählte Balczoweit. Ein Stück weiter waren die Eheleute Frensch auf der Suche nach einer passenden Wärmedämmung für ihr Haus. Herbert Törmer vom Fachhandel für ökologische Baustoffe und Dämmtechniken in Burscheid erläuterte dem Paar die Vorzüge des isofloc-Zellulosedämmstoffes. "Man hat das Gefühl, in einem Holzhaus zu wohnen", sagte Törmer. Das System sorgt für ein angenehmes Raumklima, da es Feuchtigkeitsschwankungen ausgleichen kann.
Wettbewerb gestartet
Unternehmen mit Fuhrpark und Lagerhallen luden Klaus Niesen und Gerd-Uwe Funk, Logistikexperte der EnergieAgentur.NRW, zu einer Diskussion über "Energieeffizienz in Logistik und Transport" ein. Auf der Messe wurde wieder ein Wettbewerb gestartet. Gesucht wurden innovative Konzepte, wie Firmen ihren Betrieb umweltfreundlicher gestalten können und Ideen, um Leverkusen attraktiver für Unternehmen zu machen. Im April werden die besten Vorschläge auf dem NaturGut Ophoven prämiert.
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