Leverkusen: Klinikum-Narren erneut in der Smidt-Arena?
VON ULRICH SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 13.04.2010Leverkusen (RPO). Käthe Steinke schwebt weiter in höheren Sphären. Der Karneval wurde zwar schon vor Wochen in die Abstellkammer verbannt, aber die Präsidentin der Karnevalsgesellschaft Klinikum bekommt jetzt noch glänzende Augen, wenn sie von der vergangenen Session erzählt. "Es war richtig gut", sagt Steinke und meint "gigantisch", "phantastisch", "die bislang herrlichste Karnevalszeit".
Derzeit heißt die Frage in der KG Klinikum: "Wagen wir eine zweite Sitzung in der Smidt-Arena oder nehmen wir wieder den kleinen Lindenhof-Saal?" Die engagiert fröhliche Mannschaft der KG Klinikum erreichte letzte Session neue Höhen. Nicht nur, weil "Käthe" wie ein federleichtes Mariechen von starken Tanzoffizieren mehrere Meter hoch in die Luft geworfen wurde und die rund 1250 Gäste in der Wilhelm-Dopatka-Halle (heute Smidt-Arena) begeistert applaudierten. Es war die Gesamterfahrung, die Steinke und ihre Freunde machten, als sie vom kleinen Lindenhof-Saal den Sprung in die gut doppelt so große Smidt-Festarena wagten. Ein Abenteuer, ein organisatorischer Kraftakt, ein finanzielles Risiko. "Wir schließen mit einem Plus ab", versichert die leidenschaftliche Präsidentin. "Wir haben viele Menschen kennen gelernt, die offen für das Brauchtum sind", sagt Steinke und lobt im gleichen Atemzug die vielen ehrenamtlichen Helfer und die Unterstützung der Sponsoren. "Richtig große Klasse", sagt Steinke.
Sie weiß schon eines: Das Programm für die nächste Session steht, die Künstler sind gebucht. Das große Fragezeichen für die Schlebuscher KG: Zurück mit der Sitzung in den Lindenhof oder ein zweites Mal in die Smidt-Arena? Dieses Mal mussten die Klinikum-Narren keine Plakate kleben, die Veranstaltung war ausverkauft, dafür reichte die Mund-zu-Mund-Propaganda. Immerhin zog die Steinke-Truppe in Sachen Sitzungsbesucher aus dem Stand mit der Frauensitzung der ungleich größeren KG Altstadtfunken Opladen gleich.
Was Käthe Steinke besonders geschätzt hat: "Es sind zu unserer Sitzung viele junge Menschen gekommen, die wirklich Party machen wollten, Karneval feiern wollten. Denen ging es nicht ums Saufen und um Randale. Einfach nur toll", sagt Steinke. Ihre Gesellschaft arbeitet das ganze Jahr über an den zwischenmenschlichen Beziehungen. Monatliche Treffen und sozialer Einsatz für Mitglieder, die Hilfe brauchen, zeichnen die KG Klinikum aus. Seit 22 Jahren steht Käthe Steinke an der Spitze der KG: "Karneval ist für mich eine Herzensangelegenheit", sagt sie und lebt es. Eheprobleme hat sie deshalb nicht: Der Ehemann gehört zum festen Team der Gesellschaft.
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