Opladen: Küchler verteidigt das Jecken-Zelt
zuletzt aktualisiert: 18.02.2009Opladen (RPO). Er betrachte die ganze Angelegenheit als unproblematisch, reagiert Oberbürgermeiaster Ernst Küchler auf den Knatsch um das Jecken-Festzelt auf dem Opladener Marktplatz (die RP berichtete). Die Leitung des Landrat-Lucas-Gymnasiums hat Bedenken gegen das Zelt, das der Festausschuss des Leverkusener Karnevals (FLK) dort aufstellen lassen will. Die Schulleitung wünscht eine spätere Öffnungszeit. Durch das Zelt sei auch für die Schüler der Zugang zu Alkohol und den damit verbundenen Gefahren unterbunden, schreibt Küchler an Regierungspräsident Hans Peter Lindlar. "Durch die Konzentration der Veranstaltungen auf den Marktplatz und das Festzelt soll den ewigen nicht in den Griff zu kriegenden Ausschreitungen im Umfeld des Marktplatzes ein Ende gesetzt werden." Der Veranstalter werde an Weiberfastnacht bis 13 Uhr nur Erwachsenen über 18 Jahren den Zugang gewähren, so der Oberbürgermeister. Es werde auch kein Freibier ausgegeben, um die Veranstaltung auf dem Markt in entsprechenden Rahmenbedingungen zu halten. Um gegen den Alkoholkonsum von jungen Leuten vorzugehen, werde bei den Karnevalszügen kontrolliert, erklärt Küchler in dem Schreiben. Außerdem würden Kioskbesitzer und Gastronome im Vorfeld durch den Fachbereich Kinder und Jugend auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen in Schulungen hingewiesen.
Dieser Maßnahmenkatalog könne aber nur greifen, betont Küchler, "wenn in Schulen und Elternhäusern ein entsprechender Umgang mit Genussmitteln vorgelebt wird".
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