Leverkusen: Lanxess-Liftladys kontra WDR-Chefs Lanxess erhöht Gewinnaussicht
VON LUDMILLA HAUSER - zuletzt aktualisiert: 14.11.2008Leverkusen (RPO). Da wird sich Feministin Alice Schwarzer aber freuen. Die Emanzipation hat sich in der Lanxess Arena (ehemals dat Henkelmännche oder auch Kölnarena genannt) durchgesetzt. Da bedienen nette Damen in firmenfarbigen, also roten Hosenanzügen die Aufzüge für die Besucher des Veranstaltungshauses. Statt Liftboys gibt es da jetzt also Liftladys. Gut, für eingefleischte Fans von Aufzugführern gibt es natürlich ein Manko: Die Arena ist kein Kaufhaus und deswegen lächeln die Damen huldvoll-mild und rufen nicht: „Dritte Etage Damenoberbekleidung und Miederwaren oder fünfte Etage Kinderspielzeug und Modelleisenbahnen“ oder so. Aber schön anzusehen sind sie trotzdem. Vielleicht sollten mal höhere Mitarbeiter des WDR diesen besonderen Service der Lanxess-Liftladys nutzen, dann würden die Senderchefs dahinschmelzen und sich nicht länger weigern, die Lanxess Arena nicht als solche zu bezeichnen, sondern immer nur als Kölner Arena. Einen Versuch wäre es wert, oder Ladys?
Leverkusen (LH) Axel Heitmann schwimmt gerne gegen den Strom: Während viele Firmen wegen des Konjunkturabschwungs vorsichtig geworden sind mit Vorhersagen, korrigierte der Lanxess-Chef seine Ergebnisprognose für 2008 nach oben: Statt bisher 700 Millionen Euro Ebitda (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen), präzisierte der Konzern gestern auf 710 bis 730 Millionen Euro. Berücksichtigt sind darin anstehende Rohstoffvorrats-Abwertungen. Mit dazu beitragen wird das gute dritte Quartal, das die Kenngröße Ebitda um 9,1 Prozent auf 191 Millionen Euro wachsen ließ (Marge: plus 0,2 auf 10,5 Prozent, Umsatz: plus 6,4 Prozent auf 1,814 Milliarde Euro). Im Vergleich fiel das Konzernergebnis mit 56 Millionen Euro scheinbar gering aus. In die 75 Millionen im dritten Quartal 2007 hatten aber die Verkäufe zweier Firmen hineingespielt.
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