Leverkusen: Lanxess zieht es nach Köln
zuletzt aktualisiert: 13.08.2008 - 10:01Leverkusen (RPO). Der Leverkusener Chemiekonzern Lanxess will nach Köln umziehen. Dies teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Umzug soll bis 2011 erfolgen. "Damit wir unseren Wachstumskurs auch in Zukunft effizient steuern und begleiten können, benötigen wir eine Konzernzentrale, die uns optimale Bedingungen bietet ", so Vorstandsvorsitzende Axel Heitmann.
Die Kapazitäten am bisherigen Sitz in Leverkusen sind nach Angaben des Konzerns ausgeschöpft. Die Finanzierung des Neubaus soll bevorzugt über einen externen Investor erfolgen. Vor der Bekanntgabe des Umzuges hatte Lanxess die Zahlen für das zweite Quartal bekanntgeben. Ergebnis: Der Konzern erzielte ein deutlich besseres Ergebnis als von Analysten erwartet.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) vor Sondereinflüssen sei von April bis Juni von 211 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 223 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz legte von 1,727 Milliarden Euro auf 1,765 Milliarden Euro zu. Bei beiden Kennzahlen hatten Analysten mit einem leichten Rückgang gerechnet. Der Konzerngewinn lag bei 53 Millionen Euro. Im gleichen Vorjahreszeitraum war durch die Abgabe des Geschäftsfeldes Lustran Polymers noch ein Verlust in Höhe von 59 Millionen Euro angefallen.
Rohstoffpreissteigerungen seien vollständig an den Markt weitergegeben worden, teilte Lanxess weiter mit. Der MDAX-Konzern bestätigte seine Prognose und rechnet für dieses Jahr weiter mit einem Ebitda vor Sondereinflüssen von mehr als 700 Millionen Euro.
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