Leverkusen: Lieferung blieb aus – Salzmangel
zuletzt aktualisiert: 07.01.2010Leverkusen (RPO). Die bestellte und zu Wochenbeginn noch erhoffte Lieferung blieb aus. Also hing Joachim Pawellek gestern stundenlang am Telefon, um irgendwie und irgendwoher Streusalz für Leverkusen zu bekommen – vergeblich. Damit stehen Pawellek und sein Winterdienst der Technischen Betriebe Leverkusen den nächsten Schneefällen nur mit Restbeständen an Salz gegenüber. Diese sollen daher mit Bedacht eingesetzt werden: Bis zum Ende des Engpasses komme nur noch an kritischen Verkehrsstellen Salz zum Einsatz. Abseits davon soll der Schnee geräumt und im Anschluss Rollsplitt gestreut werden. Noch sei überhaupt nicht absehbar, wann Leverkusen die nächste Salzlieferung erhalte. Statt der im Winter üblichen 60 Euro pro Tonne kursieren derzeit laut Pawellek regelrechte Fabelpreise von bis zu 100 Euro. Der TBL-Mitarbeiter nimmt es immerhin noch mit etwas Humor: "Wir hätten Salz-Aktien kaufen sollen."
Vorsicht: Seen nicht zugefroren!
Zum Thema Rutschgefahr warnt der deutsche Feuerwehrverband vor einem ganz andern Thema: zugefrorene Seen. "Trotz der Minusgrade sind viele Eisflächen einfach noch zu dünn, es droht Einbruchgefahr", sagt Dr Ralf Ackermann vom Verband. Der Frost der letzten Nächte garantiere nicht, dass die die Eisdecke tragfähig sei. Es gilt: Nur freigegebene Seen können auch betreten werden.
Wer bei den Temperaturen im Eis einbreche, liefe Gefahr, dass der Körper innerhalb weniger Minuten erlahmt und der Eingebrochene untergeht. Helfer sollten eine Unterlage (Leiter, Bretter, Hockeyschläger) verwenden, damit das Gewicht verteilt wird. Den Geretteten in warme Decken hüllen und ihm zum Aufwärmen warmen Tee reichen, keinen Alkohol. Generell gilt die Notrufnummer: Tel. 112.
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