Opladen: Lucas-Gymnasium ist Großbaustelle
VON PETER KORN - zuletzt aktualisiert: 15.07.2009Opladen (RPO). Durch das Obergeschoss des Landrat-Lucas-Gymnasiums wabern feine weiße Staubwolken. Fast meint man, die Partikel im Mund schmecken zu können, so intensiv ist die Belastung in diesem Bereich. Überall wuseln Bauarbeiter durch Gänge und Räume. "Wir müssen mit Hochdruck arbeiten, damit die lärmintensivsten Tätigkeiten noch in den Sommerferien abgeschlossen werden können", sagt Maria Kümmel, die stellvertretende Leiterin des städtischen Fachbereichs Bauen und Planen, während sie über ein Loch im Fußboden steigt: "Bei dem Krach könnte ja nie Unterricht stattfinden."
Ortstermin auf der "Landrat-Lucas-Baustelle": Gestern präsentierte die Stadt die Fortschritte der Sanierungsarbeiten im Naturwissenschafts-Trakt. Die Chemieräume, bisher in der ersten Etage, sollen ins Obergeschoss verlegt werden. Zu sehen ist noch nicht viel, denn in den Ferien werden zunächst die Abbrucharbeiten vorangetrieben. Der Estrich in der dritten Etage ist abgetragen, die Räume sind entkernt, Leitungen freigelegt und teils erneuert."Das ist ein Mammutprojekt und eine logistische Herausforderung für uns", betont Maria Kümmel. Denn mit dem Abschluss der Ferien sei noch längst nicht alles erledigt. "Erst gegen Jahresende sind die neuen Chemieräume bezugsfertig", sagt die Vize-Amtsleiterin.
Neben der Anpassung an aktuelle Technik-Standards soll vor allem die Ausstattung verbessert werden: mehr Schülerdigestorien (Experimentierplätze mit Rauchabzug), bessere Aufbewahrungsmöglichkeiten für Chemikalien und mehr. 1,6 Millionen Euro sind allein für diese Maßnahme geplant.
36 000 Euro werden für den Umbau der ehemaligen Hausmeisterwohnung in Lehrerarbeitsplätze fällig. "Die Maßnahme macht Sinn, weil sich im Zuge der Schulzeiten-Erweiterung das Arbeitsfeld der Lehrer immer stärker in die Schule verlagert", erläutert Maria Kümmel. Parallel dazu wurde der Boden in der Sporthalle bereits erneuert.
Auch an zwölf weiteren Leverkusener Schulen wird in den Ferien gebaut und saniert. Dafür gibt die Stadt in den sechs unterrichtsfreien Wochen knapp 2,51 Millionen Euro aus.
Ab kommendem Frühjahr soll es dann am Landrat-Lucas-Gymnasium auch mit den ersten Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket II losgehen, wie Maria Kümmel ankündigt: "Da wollen wir im Gebäude der Sekundarstufe II (E+2) mit der Mensa für den Ganztagsbereich beginnen. Außerdem sollen neue Fenster eingebaut und die Fassade gedämmt werden."
Ob die übrigen elf Konjunkturpaket-Projekte auch so früh starten können, steht laut städtischer Bauexpertin aber noch in den Sternen: "Wir müssen zur nächsten Ratssitzung Baubeschlussvorlagen für alle Projekte erstellen". sagt Maria Kümmel. "Unsere Architekten stöhnen schon unter der Belastung. Ich glaube nicht, dass wir alles bis zu der Sitzung beschlussfertig vorbereitet bekommen."
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