Opladen: Marienschule auf der Suche nach der Mörderin
VON SABINE WOTZLAW - zuletzt aktualisiert: 17.12.2008Opladen (RPO). Es ist der 23. Dezember 1952. In einem abgelegenen, französischen Landhaus geschieht ein grausiges Verbrechen: Der Hausherr wird tot aufgefunden. Er liegt ausgestreckt im Bett, in seinem Rücken steckt ein Messer.
Doch wer ist die Mörderin? Da der Landsitz eingeschneit ist, kommen nur die anwesenden Frauen in Frage. Acht Frauen und eine Leiche – das ist der Ausgangspunkt der Kriminalkomödie „8 Frauen“, die der französische Regisseur Francois Ozon 2002 erfolgreich verfilmt hat.
Acht Frauen – aber wer war’s?
„Der Film ging mir nicht mehr aus dem Kopf“, erzählt Dominik Achtermeier (18), der den Literaturkursus der Jahrgangsstufe zwölf an der Opladener Marienschule besucht. Vor einem Jahr erzählte er seiner Klassenkameradin Rebecca Frank von seiner Idee, die Filmvorlage für eine Theater-Inszenierung zu nutzen. Die beiden setzten sich zusammen und schrieben gemeinsam das Skript. Ein halbes Jahr lang habe der Literaturkursus unter Dominiks Regie geprobt: „Drei Stunden die Woche, in den letzten Wochen vor der Aufführung auch an den Wochenenden“, berichtet Literaturlehrer Stephan Wessendorf.
Acht Frauen, acht Geheimnisse und eine Leiche: Jede könnte die Mörderin gewesen sein: Gaby, die elegante und biestige Ehefrau des Verstorbenen, überzeugend gespielt von Chantal Grebe, ihre beiden Töchter Lilly und Catherine, (Anika Heister und Jacqueline Lammert), Gabys unverheiratete Schwester Augustine (Lana Schwarz), die Hausdamen Madame Chanel und Amelie (Katharina Bauer und Rebecca Frank), Marcels Schwester Olivia oder Gabys Mutter Mamie, die im Rollstuhl sitzt und von Hannah Voß dargestellt wurde.
Die Frauen sitzen gerade vorm geschmückten Weihnachtsbaum und packen ihre Geschenke aus, als Amelie aufgelöst hereinplatzt und die Festtagsstimmung schlagartig beendet. „Mein Gott, Marcel ist tot.“ Die Gegend ist zugeschneit, dass Telefonkabel zerschnitten. Die Polizei kann nicht gerufen werden. Die acht Frauen harren im Wohnzimmer aus, rätseln und verdächtigen sich gegenseitig.
Beeindruckender Spielwitz
Mehr als 200 Zuschauer waren begeistert. Musikalische Einlagen der Schüler-Band lockerten auf. Die Inszenierung wich teilweise vom Film ab, der Spielwitz der Darstellerinnen war beeindruckend. Für besonders viel Heiterkeit sorgte Alessandro Rossoni, der die leichtlebige, süffisante Olivia gab. Die Spannung hielt, wie es sich für einen guten Krimi gehört, bis zum Schluss an, und der überraschte alle.
Aufführung: Mittwoch, 17. Dezember, 19.30 Uhr, Marienschule, ausverkauft.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






