Leverkusen: Mayersche Buchhandlung startet
VON PETER KORN - zuletzt aktualisiert: 02.02.2011Leverkusen (RPO). Mit einer Bücherverlosung, Glücksradspielen und anderen Aktionen feiert die Mayersche Buchhandlung am Donnerstag in Wiesdorf Eröffnung in der ehemaligen Middelhauve-Filiale. In Opladen will jetzt Gemini "angreifen".
Der quietschbunte, in allen Regenbogenfarben leuchtende Fisch berührt mit seinem Maul fast sein rotes Gegenüber, das das Wappen der Stadt Leverkusen auf seinen Schuppen trägt. Mit diesem Motiv wirbt die Mayersche Buchhandlung für ihre neue Leverkusener Filiale, die am morgigen Donnerstag in den Räumen der ehemaligen Wiesdorfer Bücherei Middelhauve an den Start geht.
In der Ankündigung zur Eröffnung heißt es: "Auf rund 400 Quadratmetern wird . . . alles geboten, was das Herz des Bücherliebhabers begehrt – mit einem umfassenden Sortiment an Büchern, Schreib- und Spielwaren sowie einer großen Auswahl an lokaler und regionaler Literatur." Und man schiele keineswegs darauf, was die Thalia-Konkurrenz in der Rathaus-Galerie mache, versichert Mayersche-Sprecherin Simone Thelen: "Wir haben ein klares Profil: freundliche, bunte, helle Atmosphäre, ausschließlich Fachpersonal – vor allem aber einen hohen Wohlfühlfaktor", sagte sie gegenüber unserer Zeitung. "Darauf setzen wir auch in Leverkusen."
Eröffnungs-Aktionen
Die ersten 200 Besucher, die am Donnerstag zwischen 9 und 9.25 Uhr in die Mayersche kommen, erhalten ein Los. Um 9.30 Uhr werden dann fünf Gewinner gezogen. Sie dürfen sich eine Mayersche-Stofftasche mit Büchern füllen und diese kostenlos mit nach Hause nehmen – so viele, wie hineinpssen. Am Eröffnungstag sowie am Samstag, 5. Februar, gibt es außerdem ein Glücksradspiel, Samstag dann Kinderschminken (11 bis 17 Uhr).
"Werbeschilder ausgetauscht"
Während in Wiesdorf die Regale prall gefüllt sind, klaffen in den Verkaufsräumen der ehemaligen Opladener Middelhauve-Filiale, die der ehemalige führende Angestellte Roman Grau (62) übernommen hat, noch deutliche Lücken. Doch auch die sollen spätestens kommende Woche geschlossen sein. "Wir haben es dem Börsenverein des deutschen Buchhandels zu verdanken, dass wir noch nicht weiter sind", erklärte Grau gestern. Der habe sich bei der Vergabe der wichtigen Kunden-/Abrechnungsnummern, die Buchhändler im Geschäft mit den Verlagen benötigen, Zeit gelassen. Eine Bürokratie-Hürde, die so nicht abzusehen gewesen sei, sagt Grau: "Doch jetzt greifen wir an."
Gestern wurde die alte Middelhauve-Reklame im Laden durch "Gemini"-Schilder ersetzt. Und auch für den Aufbau eines neuen Internet-Bestellsystems hatte Grau gestern ein wichtiges Gespräch. "Bis wir in diesem Bereich durchstarten, wird es aber wohl noch einen Monat dauern", sagt er. "Das geht nicht von heute auf morgen."
Erst Anfang des Monats hatte Grau, der bereits Mitte der 80er-Jahre mit einer modernen Großraum-Buch-, Software- und Schallplattenhandlung im Bielefelder Kaufhof Schlagzeilen machte, in einem Interview mit dem Online-Börsenblatt des deutschen Buchhandels gesagt: "Opladen und Schlebusch haben immer schwarze Zahlen geschrieben." Natürlich hätten "die großen Player" an den Umsätzen geknabbert, aber: "Wir wollen sie uns zurückholen!" Jetzt will er das stationäre Geschäft mit dem Internet "quasi verheiraten".
In einem sind sich Grau und Mayersche-Sprecherin Thelen übrigens einig: Nicht nur die Filialen mit großen Quadratmeterzahlen – auch die kleineren haben eine Zukunft.
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