Opladen: Mehr Wohnungen an der Düsseldorfer Straße geplant
VON ROMAN ZILLES - zuletzt aktualisiert: 28.01.2009Opladen (RPO). Noch bevor die Baustelle für das neue Wohn- und Geschäftshaus neben der Remigiuskirche im vergangenen Jahr eingerichtet wurde erklärte Bernd Fass mehrfach, dass er die Entwicklung auf der anderen Seite der Düsseldorfer Straße genau verfolgen werden. Die Beobachterrolle haben der Geschäftsführer und der Gemeinnützige Bauverein Opladen verlassen: Der GBO kaufte die Häuser und Grundstücke Nummer 39 und 41 (Gesamtgröße: rund 1800 Quadratmeter). Den Preis wollen Käufer und Verkäufer, eine Erbengemeinschaft, aber nicht verraten.
Commerzbank-Gebäude
Aus den Plänen für die Grundstücke macht Fass aber kein Geheimnis: Während Nummer 39, mit Commerzbank und Wohnungen, unangetastet bleibt, sollen im Frühjahr (laut Fass im April oder Mai) die Abrissbagger vor Nummer 41 vorfahren. Für eine Bebauung sieht der GBO-Geschäftsführer zwei Szenarien. Er präferiert eine "Lösung für den Gesamtbereich", also des Areals zwischen Düsseldorfer, Gerhart-Hauptmann- und Günther-Weisenborn-Straße, unter Einbeziehung des Parkhauses Kantstraße. Fass schwebt hier unter anderem ein Gebäude vor, dass im unteren Bereich Geschäfte und einen "Nahversorger" sowie darüber Wohnungen vorsieht. Dabei haben das Architekturbüro Pässler und die Stadt ein Wort mitzureden, denen jeweils Flächen in dem Bereich gehören. Gespräche sind laut Fass ins Auge schon geplant. Sollte dieser Ansatz zu keiner Lösung führen, trete Plan B in Kraft: Dann werde der GBO in Eigenregie seine neu erworbenen Flächen entwickeln.
Großgrund-Besitzer
Der GBO avanciert langsam zum Großgrund-Besitzer Opladens: Zu den Flächen entlang der Düsseldorfer Straße hat der Bauverein das Grundstück mit der benachbarten Berufsschule gekauft. Zuvor sicherte er sich das Areal mit dem Hallenbad Herzogstraße (für etwa 1,1 Millionen Euro). Dieses wird voraussichtlich ab Anfang 2010 entwickelt. Hier sollen 50 Wohnungen entstehen.
"Wir könnten ein neues Gebäude bis an die Commerzbank heranbauen", merkt Fass an. Er hofft, "dass bis Ende 2009 feststeht, was wir dort machen werden". Den Erwerb der Gebäude und Grundstücke von der Erbengemeinschaft begründet der Geschäftsführer damit, dass in der Vergangenheit die "unklare Grundstücksfrage" einige Investoren abgeschreckt habe. "Die jetzige Situation macht es einfacher, dort Projekte zu entwickeln", sagt Fass. Aber auch der Wunsch, an dieser Stelle maßgeblich mitzugestalten, habe den Kauf vorangetrieben.
Und die Nachfrage scheint dem Bauverein Recht zu geben: So fragte bereits eine Handvoll Interessenten an, ob sie sich an der Düsseldorfer Straße für eine Wohnung vormerken lassen könnten – und zwar nicht in dem im Bau befindlichen Gebäude neben der Kirche, sondern gegenüber auf den soeben erst gekauften Grundstücken.
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