Leverkusen: Ministerium lehnt Gesamtschule ab
VON ULRICH SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 14.05.2008Leverkusen (RPO). Die Chancen für die Einrichtung einer weiteren Gesamtschule in Leverkusen haben sich verschlechtert, wenn das Beispiel Wuppertal Schule macht. In Wuppertal soll auf Beschluss von CDU und SPD eine sechste Gesamtschule entstehen, weil 500 Schulwechsler an den bestehenden Gesamtschulen abgewiesen werden mussten.
Vergangene Woche meldete die Westdeutsche Zeitung von einem Treffen des Wuppertaler Oberbürgermeisters Peter Jung (CDU) mit dem Staatssekretär im Schulministerium NRW, Günter Winands. Der Ministeriale soll dabei klar erklärt haben, dass mit ihm eine weitere Gesamtschule nicht genehmigt werde. Eine Gesamtschule im Ganztagsbetrieb schon gar nicht.
Genau auf diese Genehmigungspraxis haben die Leverkusener CDU-Vertreter hingewiesen. Die Landesregierung will alle anderen Schulformen so fördern, dass dort Ganztagsbetrieb möglich wird. Bisher hatten die Gesamtschulen das Privileg, immer als Ganztagsschule gefördert zu werden. Das ist vorbei.
Und genau um die Kosten geht es derzeit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Hupperth. In einem Brief an Oberbürgermeister Ernst Küchler (SPD) fragt Hupperth, wie denn die dritte Gesamtschule in Leverkusen finanziert werden solle (grob geschätzte Baukosten: elf Millionen Euro). Hupperth warnt davor, für die neue Gesamtschule RWE-Aktien zu verkaufen. Dies hat zumindest die SPD-Fraktion gefordert. RWE-Aktien (Wert 23 Mio. Euro) sollen schon für das Projekt Bahnstadt Opladen veräußert werden. Damit wären 34 von insgesamt 39 Millionen Euro an RWE-Aktien verplant. Problem: Über die Dividende (zwei Mio. Euro zuletzt) wird der Sportpark mitfinanziert.
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