Leverkusen: Nach wie vor: Keine Spur von Horst Bischoff (82)
VON STEPHANIE LICHIUS-ENGELS - zuletzt aktualisiert: 28.01.2011Leverkusen (RPO). Tag sechs nach dem Verschwinden von Horst Bischoff. Der 82-Jährige war am Samstag gegen 14 Uhr vom evangelischen Altenheim in Alkenrath aus zu einem Spaziergang aufgebrochen (Wir berichteten).
Bis hierher nichts Ungewöhnliches. Bischoff lebte zwar im Altenheim, musste aber scheinbar nicht gepflegt werden, durfte sich frei bewegen und raus, wann immer er wollte. Auch wenn die Polizei den Rentner in ihrem Suchaufruf als "leicht desorientiert" beschrieben hat – Bischoff soll körperlich fit sein.
Als der Rentner nach einer gewissen Zeit nicht mehr wiederkam, machten sich die Heim-Angestellten Sorgen. Mitarbeiter des Von-Diergardt-Altenheims alarmierten die Polizei. Behördensprecher André Faßbender: "Wenn keine Gefahr vorliegt, hat grundsätzlich jeder erstmal das Aufenthaltsbestimmungsrecht und kann sein und bleiben, wo er will. Daher ist es schwierig zu entscheiden, ab wann wir jemanden als vermisst einstufen."
Suche mit Hubschrauber
Im Fall "Horst Bischoff" ging es relativ schnell: Noch am selben Abend wurden die bekannten Adressen kontrolliert, zu denen der Vermisste hätte unterwegs sein können. Zusätzlich wurden Taxi- und Rettungsdienste und Krankenhäuser abgefragt. Am Sonntag dann rüsteten die Suchkräfte auf: Spürhunde, Hubschrauber mit Wärmebildkamera und Suchtrupps des THW kamen zum Einsatz. Erfolglos.
Faßbender: "Der Zeitfaktor ist extrem wichtig – je länger die Suche dauert, desto größer wird der Radius, in dem wir suchen müssen und desto kleiner wird die Stecknadel, die wir finden müssen." Als die Polizei am Montagnachmittag ein Foto des Vermissten zur Verfügung stellt, ist Horst Bischoff bereits seit zwei Tagen weg.
Alle Ermittlungsansätze erschöpft
Aus der Öffentlichkeit sind "verhältnismäßig wenige Hinweise eingegangen", sagt der Sprecher. Nach Informationen unserer Zeitung soll in den nächsten Tagen noch ein Zeuge verhört werden, der den Vermissten eventuell gesehen hat. Ein ganz klitzekleiner Hoffnungsschimmer. Faßbender: "Irgendwann sind aber alle Ermittlungsansätze gescheitert und erschöpft." Immer mal wieder würden dann die Transportlisten der Rettungsleitstellen abgefragt, ob Horst Bischoff dort auftaucht. Auch der Hubschrauber samt Wärmebildkamera könne noch einmal zum Einsatz kommen.
Horst Bischoff ist 1,72 Meter groß, 81 Kilo schwer und hat kurze dunkle Haare. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel. 0221 229-0 entgegen.
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