Leverkusen: Noch keine Lösung gefunden
VON TOBIAS KRELL - zuletzt aktualisiert: 17.09.2008Leverkusen (RPO). Es geht um die Bebauung des Lützenkirchener Marktplatzes. Bei einer Informationsveranstaltung wurden den 250 Zuhörern die vier ersten Entwürfe vorgestellt. Entschieden sei noch nichts, teilte die Verwaltung mit.
Anregungen
Bei der Versammlung in Lützenkirchen lagen Formulare aus für die schriftliche Abgabe von Anregungen und Stellungnahmen. Die Politik hat der Verwaltung einige Punkte mit auf den Weg gegeben, die es zu beachten gilt. Der Marktplatz soll in städtischem Besitz verbleiben und weiterhin (in gleicher Größe) für Märkte und Veranstaltungen zur Verfügung stehen.
lützenkirchen Zu Beginn der Versammlung im Pfarrsaal von St. Maurinus musste Lena Zlonicky erst einmal etwas klarstellen. „Auch wenn der Eindruck entstanden sein sollte. Entschieden ist noch nichts. Für uns beginnt das Verfahren erst jetzt so richtig“, betonte die Leiterin der Leverkusener Stadtplanung. Es habe zwar schon mehrere Informationsabende zur Bebauung um den Lützenkirchener Marktplatz gegeben, allerdings lediglich von Interessengruppen wie dem örtlichen Werbering oder der Bürgerliste. „Da haben wir uns ganz bewusst nicht beteiligt“, sagte sie.
Eigener Entwurf der Verwaltung
Vier erste Entwürfe konnte sie präsentieren, von denen die beiden ohne Fläche für Einzelhandelsgeschäfte von den 250 Zuhörern eindeutig bevorzugt wurden (wir berichteten gestern). Allerdings zeigten sich die Verwaltungsvertreter offen, auch über dieses von der Politik ausgewählte Quartett hinaus offen zu sein für neue Lösungen. „Denn die eine Lösung, mit der wir alle rundherum zufrieden sind, haben wir noch nicht gefunden“, verriet Zlonicky. Sie gewährte den – daran natürlich überaus interessierten – Lützenkirchenern auch einige der weiteren Gedankenspiele und Möglichkeiten.
Ein eigener Entwurf der Verwaltung mit einer Verlegung des Marktplatzes war dabei und auch ein von einem Planer eingesandter. Die ausführlichen und zufriedenstellenden Antworten der Stadtplanungs-Leiterin trugen einen gehörigen Teil dazu bei, dass der Abend im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung in einem überaus harmonischen und gelassenen Rahmen verlief.
Gefragt ist nun aber nicht nur die Verwaltung, sondern auch die Politik. Denn die trifft mit Vorberatungen in anderen Gremien im Stadtrat die Entscheidung, wie es weitergeht mit dem Lützenkirchener Marktplatz und dessen Umgebung – oder vielmehr: wie es weitergehen könnte. Denn ohne Zustimmung des Grundstücksbesitzer kann dort keine der Varianten umgesetzt werden. „Deshalb ist unsere Aufgabe, eine Lösung zu finden, mit der sie als Bürger, aber auch er und ein Investor leben kann“, sagte Zlonicky.
Stefan Fuchs, Diplom-Ingenieur und Diplom-Sozialarbeiter, nutzte den Abend, um den Lützenkirchenern zumindest in Ansätzen seinen Entwurf (eine der vier vorgestellten Varianten) nahezubringen. Er will das Plangebiet in ein kleines Dorf verwandeln, in dem Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Einkommensgruppen zusammen leben und auch über mehrere Gemeinschaftsgebäude verfügen können.Eine Einheit für das Betreute Wohnen der Lebenshilfe und der Caritas, wie ein Gast der Veranstaltung vorschlug, könnte sich Fuchs sehr gut vorstellen. Vielen Lützenkirchenern nahm der Abend einige ihrer Ängste.
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