Leverkusen: Offener Schacht: Stadt weist Schuld von sich
zuletzt aktualisiert: 26.08.2010Leverkusen (RPO). Spielende Kinder vor der Rathaus-Galerie gehören seit Ende Februar zum ganz normalen Stadtbild. Sie spielen Fangen oder flitzen jauchzend durch die "Springbrunnen". Und wie es so ist: Kleine Kinder sind schnell und spontan und nicht immer die aufmerksamsten Passanten.
Umso schlimmer ist es, wenn gerade auf einer solchen Fläche ein Gully-Deckel unbewacht offen gelassen wird. So passiert am Dienstag (wir berichteten).
Ein Leser hatte den verwaisten offenen Schacht fotografiert, schrieb der Redaktion von mehreren Bauarbeitern, die rund zehn Metern entfernt beschäftigt gewesen seien und scheinbar keinen Gedanken an die verheerenden Folgen eines Sturzes in das tiefe Loch verschwendeten. Kommentar des Lesers: "Es ist erschreckend, wie in Bereichen mit starkem Publikumsverkehr gearbeitet wird." Das findet auch Reinhard Gerlich, Geschäftsführer der städtischen Technischen Betriebe (TBL). Dabei betont er aber, dass seine Mitarbeiter für diese "Sicherheitslücke" gar nicht verantwortlich sind. "Das waren Gewährleistungs-Reparaturen der ECE-Rathaus-Galerie." "Nein", hört man von dort – "uns obliegt nur die Obhut für die Fassade und den Vorplatz der Galerie."
Wieder der Anruf bei den TBL. Gerlich: "Quatsch. Ich kann auf dem Foto erkennen, dass das definitiv nicht unsere Mitarbeiter waren. Wir stellen außerdem unsere Fahrzeuge vor die Schächte, machen die Warnlichter auf dem Dach an und sichern zusätzlich mit Hütchen ab. Unsere Leute sind sehr auf Sicherheit getrimmt."
Solange die Stadt den Platz übrigens noch nicht abgenommen hat, ist ECE grundsätzlich zuständig.
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