Leverkusen: Optimale Verkehrsführung für das optimierte Fußballstadion
zuletzt aktualisiert: 13.10.2009Leverkusen (RPO). leserbrief Zum Artikel "Keine Lösung für Fußballärger" :Nun bestätigt Herr Hupperth (CDU-Fraktionsvorsitzender, d. Red.) unsere Äußerungen: "Das Stadion stehe falsch, was sich logischerweise kaum ändern lasse."
Wenn man bedenkt, dass die Erweiterung des Stadions gerade erst abgeschlossen wurde und man im Vorfeld genügend Zeit hatte, über eine optimale Verkehrssituation "rund um die optimierte BayArena" nachzudenken, erstaunt diese Äußerung. Wieso hat die Verwaltung überhaupt eine Genehmigung zur Erweiterung erteilt, wenn man wusste, dass das Stadion eigentlich falsch steht und erhebliche Verkehrsprobleme absehbar waren? Hat man nicht daran gedacht, dass viele Menschen auch viele Parkplätze benötigen?
Es erscheint zu einfach, wenn Herr Holzhäuser nun "mit harscher Kritik" an der Stadt Leverkusen reagiert. Verursacher der Situation, da beißt die Maus keinen Faden ab, ist unbestreitbar Bayer 04. Auch Frau Arnold von den Grünen ist der Meinung, dass man "für einen Nachmittag oder für drei Stunden als Anwohner eine solche Situation auch mal ertragen" kann. Liebe Frau Arnold (Grünen-Fraktionschefin), wenn es denn mal "nur 20 Fußballspiele in der BayArena" wären. Hinzu kommen die internationalen Spiele (Bayer 04 soll doch wieder international spielen oder?), die Pokalspiele, die Freundschaftsspiele, die Nationalmannschaftsspiele, die Spiele der Frauen (sollten sie die erste Liga erreichen) und die im Artikel angekündigten kulturellen Großveranstaltungen.
Wir im "Gallierdorf" werden nicht nur von Ereignissen in der BayArena belästigt. Im Oktober sind es insgesamt zwölf sportliche und nichtsportliche Veranstaltungen, von denen wir wissen, davon neun an Wochenenden, die wir einfach mal so über uns ergehen lassen sollen – "natürlich ohne sofort in Aktionismus zu verfallen". Im September waren es ebenfalls zwölf Veranstaltungen! Dazu müssen wir McDonalds an der Gartengrenze ertragen, das Soccer-Center, den Biergarten und so weiter.
Dass die Fußballstraße weiter im Gespräch ist, war abzusehen. Hier geben wir Herrn Mende (SPD-Fraktionschef) insofern Recht, dass sie "das Grundproblem des Parkdrucks nicht ändert". Dass sich in einer Umfrage mehr als 50 Prozent von Nichtbetroffenen dafür aussprechen, dass wir als Betroffene das alles zu ertragen haben, verwundert uns nicht im Geringsten!
Ute Pilch/Gisela Kronenberg,
Fridtjof-Nansen Straße 8/5
51373 Leverkusen
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