Leverkusen: Pfaff dreht in Opladen "Bloch"
VON CHRISTINA WAGEMANNS - zuletzt aktualisiert: 20.04.2010Leverkusen (RPO). Eine leerstehende Wohnung an der Kopernikusstraße wird für fünf Tage zum Schauplatz der ARD-Sendereihe "Bloch" mit Dieter Pfaff, Matthias Habich und Ulrike Krumbiegel. An Drehtag 23 geht es heiß her - ein Stuntman steht zur Seite.
Die kleine Wohnung an der Ecke Kopernikusstraße und Gerhart-Hauptmann-Straße, gegenüber der Tanzschule Kaechele, ist überfüllt: Während sich Schauspieler Dieter Pfaff gemütlich im Stuhl der Maskenbildnerin zurücklehnt, wuseln Kameramann, Beleuchter, Dekorateure und Assistenten bereits geschäftig hin und her. Zwei Kreuze müssen von der Wand abgehängt und ein Schränkchen herausgetragen werden, damit die Kamera platziert werden kann. Überall hängen Kreuze und Marienstatuen, im Regal stehen Gesangsbücher und Bibeln, eine alte Kirchenbank lehnt an der Wand und in der Mitte des Raums thront ein Decken hoher Ikonostas – ein Schrein.
"Bloch - Der Heiland"
Drehtage Gesamt 24, 18 in Köln, einer in Langenfeld, fünf in Lev.
Drehzeiten Normaler Drehtag: 9 bis 19 Uhr, teilweise bis 23 Uhr.
Drehorte keine Studioaufnahmen
Ausstrahlung erstes Halbjahr 2011, mittwochs um 20.15 Uhr (HD)
Der kapellenartige Raum ist Schauplatz der ARD-Fernsehreihe "Bloch" mit Dieter Pfaff, Matthias Habich und Ulrike Krumbiegel (spielt Blochs Freundin). Die 19. Folge, die seit vergangenen Dienstag in Opladen gedreht wird, trägt den Titel "Bloch – Der Heiland".
20 Minuten aus Leverkusen
Diesmal lernt Psychotherapeut Maximilian Bloch Kunsthandwerker Martin kennen, der glaubt, Sohn Gottes zu sein, nachdem er eine kollabierte Radfahrerin wieder zum Leben erweckt hatte. Es ist der vorletzte Drehtag – Tag 23 –, und der Fim ist so gut wie im Kasten. Hauptsächlich wurde Bloch in Köln gedreht, doch "etwa 20 Sendeminuten des 90-minütigen Films werden in der Wohnung an der Kopernikusstraße spielen", sagt Produktionsleiter Andreas Heiserholt. "Die Wohnung spielt eine zentrale Rolle in der neuen Bloch-Episode."
Lange suchte die Crew nach einer passenden Bleibe für den streng gläubigen Martin, "in Leverkusen wurden wir dann fündig." Die Erdgeschosswohnung an der Kopernikusstraße steht zurzeit leer. Und auch Leverkusen selbst stellte sich für das 38-köpfige Team als Glücksgriff dar. "Hier können wir viel entspannter drehen, als in Köln", sagt der Produktionsleiter. "Wir müssen nicht viele Parkplätze absperren und die Anwohner sind auch entgegenkommend." Und dass, obwohl die Bloch-Crew teilweise bis in den späten Abend drehte. "Nur die Scheinwerfer waren störend für uns", erzählt Anwohnerin Christel Granke, die genau gegenüber wohnt. "Die haben uns sehr geblendet."
Doch von der Kabelabdeckung, die quer über die Gerhart-Hauptmann-Straße verläuft, sind sowohl sie als auch Nachbarin Silvia Schorn begeistert. "Dadurch müssen die Autofahrer langsamer fahren." Denn der nahe gelegene "Kaufpark" lockt immer wieder neugierige Autofahrer am Set vorbei.
Wenn die Schwingtür klemmt
Währenddessen betritt Dieter Pfaff schwer atmend das Set mit Kollege Matthias Habich, der 2010 sowohl mit dem Deutschen Fernsehpreis, als auch dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Die beiden Darsteller proben die nächste Szene, in der Bloch Martin hilft seinen Schrein fertigzustellen und dann in Martins Abwesenheit hinter dem Schrein Dokumente findet. Doch die Schwingtür des Ikonostas ist zu schwergängig. Kurze Pause – ein Techniker muss das Problem beheben. Danach läuft alles glatt – die Szene landet endlich im Kasten. Regisseurin Franziska Meletzky, die bereits eine weitere Folge Bloch ("Bauchgefühl") drehte, ist zufrieden. "Wir sind bisher total beschenkt worden", zieht sie ein erstes Fazit. "Die Sets waren toll, es gab keine richtigen Pannen oder Streitigkeiten und das Team ist einfach toll, besonders Dieter Pfaff und Matthias Habich sind sehr angenehm und lassen sich immer wieder auf Situationen neu ein."
Für die nächste Szene wird Stuntberater Dieter Löffler benötigt, damit Martins Tochter Judith, gespielt von Catherine Bode, sich bei einem Stoß gegen den Türrahmen nicht verletzt. Dafür werden sowohl Türrahmen, als auch Schauspielerin gepolstert.
Als Letztes folgt eine Schlüsselszene. Nur so viel soll vorab schon verraten sein: Am letzten Drehtag in Opladen wird es richtig laut werden auf der Kopernikusstraße.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






