Kommentar: Polizei: SPD läuft auf dünnem Eis
zuletzt aktualisiert: 30.12.2009Kommentar (RPO). An Stammtischen und rein emotional wird die SPD Leverkusen mit ihrer Forderung "Wir wollen das Präsidium zurück" sicher punkten. Die Fusion der Polizei-Großfamilie Köln mit der Kleinfamilie Leverkusen hat Wunden gerissen, die fast ähnlich schlimm sind, wie die Verletzungen bei der Eingemeindung von Opladen nach Leverkusen. Heute erinnern sich nur noch ältere Gesamt-Leverkusener an die heißen, teils beleidigend geführten Debatten vor dem Zusammenschluss der ehemaligen Kreisstadt mit Leverkusen im Jahre 1975. Ein Zurück, ein Trennen der Städte ist ausgeschlossen. Der Trend geht eher zu noch größeren "Regionen-Städten".
Dies wird aus finanzieller Gründen auch für die Polizei gelten.
Was sicher noch stört, das ist die Sichtweise der Polizei-Großmacht Köln auf das kleine Leverkusen. Unfälle oder Straftaten, die in der Fast-Millionen-Stadt Köln schon an der Tagesordnung sind und niemanden mehr aufregen, können in Leverkusen schnell Stadtgespräch sein. Der Polizeiapparat Köln wirkt wie ein Großkonzern, der die kleine Mittelstandsfirma Leverkusen, in der sich jeder kennt, geschluckt hat – mit allen Vor- und Nachteilen.
Die SPD will das Thema Polizeipräsidium aus rein wahltaktischen Gründen benutzen. Damit wandeln die Genossen auf dünnem Eis. Die SPD gaukelt den Wählern fast Unmögliches vor. (US)
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