Leverkusen: Polizei testet radelnde Fans
VON STEPHANIE LICHIUS-ENGELS - zuletzt aktualisiert: 07.07.2010Leverkusen (RPO). Beim Rudelgucken in der Smidt-Arena sorgen die Sicherheitsleute der BayArena dafür, dass Chaoten keine Chance haben. Dass man auch als Fahrradfahrer nicht betrunken unterwegs sein darf, erklärt den Radlern die Polizei in Köln.
Leverkusen/Köln Finaaaale! Heute Abend gilt's für Schweini, Lahm & Co. Bei einem Sieg gegen Spanien zieht die Deutsche Nationalmannschaft ins Finale der WM ein.
Das Beste: Die Partie wird erst um 20.30 Uhr angepfiffen. Dann haben die meisten Feierabend und können das Spiel in aller Ruhe gucken. Zum Beispiel beim Public Viewing in der Smidt-Arena. 2500 Fußball-Fans erwartet Sportpark-Sprecher Klaus-Peter Laux zur kostenlosen Party: "Wir machen zusätzlich den ersten Oberrang auf."
Viel Personal für die Sicherheit
Damit die Party in der ehemaligen Wilhelm-Dopatka-Halle friedlich bleibt, hat der Sportpark die Sicherheitsleute der BayArena ins Boot geholt. Laux: "Die kennen ihre Pappenheimer und sortieren schon vor der Tür aus." Aber: Auch die beste Security ist vor Problembesuchern nicht geschützt, beim letzten Public Viewing gab es einen Zwischenfall in der Smidt-Arena.
"Ein Einzelner meinte irgendwann, er müsse ein Bengalisches Feuer anzünden", erklärt Laux. "Derjenige ist aber sofort rausgeflogen und hat natürlich jetzt auch Hausverbot." Die befürchteten Krawalle nach dem Spiel blieben aus. Der Sportpark-Sprecher: "Die meisten sind in Richtung Küppersteger Kreisel zurückgepilgert, daher haben wir zeitweise keinen Verkehr in diese Richtung zugelassen."
Für den Fall, dass "unsere Jungs" heute ins Finale einziehen, haben Laux und seine Kollegen schon Vorbereitungen getroffen, die Bismarckstraße diesmal komplett zu sperren. So wie die Kölner Straße, die sicher wieder zur Autokorso-Meile wird.
Anpfiff um 20.30 Uhr – das bedeutet auch, dass viele mit dem Fahrrad zum Public Viewing oder in die Kneipe nebenan fahren werden.
Verlust der Fahrerlaubnis
In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass "auch ein Radfahrer eine Straftat begeht, wenn er mit 0,3 Promille oder mehr Alkohol im Blut unterwegs und dann an einem Verkehrsunfall beteiligt ist", erklärt Sprecher Christoph Gilles. "Im schlimmsten Fall riskiert der Radfahrer den Verlust seines Führerscheins."
Daher führten die Beamten schon gestern vor und nach dem Spiel Niederlande gegen Uruguay Alkoholkontrollen bei Radfahrern in Köln durch – "in Leverkusen sind solche Kontrollen erstmal nicht geplant", erklärt Gilles.
Zur Verdeutlichung der "eingeschränkten Verkehrsteilnahme" werden bei den Fahrrad-Alko-Kontrollen auch sogenannte Rauschbrillen eingesetzt. "Die simulieren einen bestimmten Alkoholwert – um nicht alkoholisierten Radfahrern zu demonstrieren, wie der Genuss von Alkohol ihre Fahrfähigkeiten beeinträchtigen kann. Die Überprüfungen haben einen stark präventiven Charakter."
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