Leverkusen: Produktionsstätte und Bahnhof für Kultur
zuletzt aktualisiert: 06.05.2010Leverkusen (RPO). Ganz konsequent wird das Spielzeitthema "Mythos und Gegenwart" im Schauspiel-Angebot verfolgt. Antike Figuren und Stoffe werden in den großen Produktionen aufgegriffen. In der Sparte "Schauspiel modern" geht es eher um die Auseinandersetzung mit dem Mythos in der Gegenwart. Und "Schauspiel heute" zeigt mit zwei Uraufführungen erneut, dass die Bayer-Bühne nicht nur Kulturbahnhof, sondern auch Produktionsstätte ist. Absolventen der Berliner Ernst-Busch-Schauspielschule haben Endproben und Uraufführung von Shakespeares "Troilus und Cressida" nach Leverkusen verlegt. In Zusammenarbeit mit dem Signum-Quartett soll hier Rilkes "Die weiße Fürstin" als eine Theaterveranstaltung mit Musik entstehen.
Bunte Reihe, ein Begriff aus den Fünfzigern, ist abgeschafft. Dafür gibt es neu Boulevard & Broadway als Zweikomponentensparte mit Theater und Musiktheater. Passend zur Spielzeit unter anderem Offenbachs "Orpheus aus der Unterwelt". Neu installiert wird die "Studio"-Reihe für Produktionen, die einen kleineren, intimeren Raum brauchen – wie ein Abend über Lale Andersen oder Erich Kästner.
Die Angebote für Kinder und Jugendliche sind neuerdings nicht mehr den einzelnen Sparten untersortiert, sondern enthalten eine Mischung aus Schauspiel, Konzert, Tanz und Kunst. Zusätzlich gibt es Workshops und Mitmachaktionen, sowie Schulveranstaltungen, die durch pädagogisches Material oder Seminare für Lehrer ergänzt werden.
Die fünf Tanz-Gastspiele beleuchten das Motto von unterschiedlichen Seite. Das Orpheusthema hat da ebenso seinen Platz wie chinesische Mythologie oder bewegte Bilder zur mystischen Musik der Hildegard von Bingen. Mythen im Spiegel der Bildenden Kunst seit 1960 sind Gegenstand einer Ausstellung mit Werken der Postmoderne ab 5. September.
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