Leverkusen: Quettinger Straße: Wasserrohr "explodiert"
VON PETER KORN - zuletzt aktualisiert: 26.07.2010Leverkusen (RPO). An einer der meistbefahrenen Straßen in Leverkusen droht zumindest heute und morgen ein mittleres Verkehrschaos. Mindestens so lange nämlich soll die Quettinger Straße im Bereich von der Feldstraße bis zur Porschestraße gesperrt bleiben, wie die Energieversorgung Leverkusen (EVL) am Wochenende mitteilte. Umleitungen sind unter anderem über die Fixheider Straße ausgeschildert.
Teil bis an die Oberfläche gespült
Grund für den unvorhergesehenen Auto-Stopp ist ein massiver Wasserrohrbruch, der am frühen Samstagmorgen die Anwohner aufschreckte. Gegen 5.30 Uhr meldeten Anrufer bei der EVL den Schaden. Beim Eintreffen am Ort des Geschehens bot sich den Experten ein dramatisches Bild. Eine 20 Zentimeter dicke Wasserleitung war auf etwa vier Metern länge geborsten.
"Das Rohr war regelrecht explodiert", schildert EVL-Bereichsleiter Jürgen Schmid, der als Ingenieur am Wochenende Bereitschaftsdienst hatte, das Geschehen: "Ein Teil davon haben wir sogar auf der Straße gefunden. Der enorme Druck hatte es nach oben gespült." Die Fahrbahndecke war in weiten Bereichen ebenfalls nach oben gedrückt wie etwa an der Einfahrt zum "Netto"-Supermarkt, andere Teile seien dagegen abgesackt. "Das Wasser hat den Asphalt großflächig unterspült", sagt Schmid. Damit steige die Gefahr verborgener Löcher unterhalb der Fahrbahndecke. Deshalb müsse jetzt geklärt werden, wie weit sich der beschädigte Bereich erstrecke – und diesen gelte es dann, so zügig wie möglich zu sanieren. Deshalb die Vollsperrung: "Wir wollen ja nicht, dass jemand in so ein Loch einbricht und sich die Achse kaputtfährt", betont der Ingenieur.
Zu viel Luft im Rohr?
Die genaue Ursache des Unfalls ist noch nicht ermittelt. Denkbar sei aber, dass sich Luft in dem älteren Rohr gesammelt habe und die Hülle aus Faserzement dann gesprengt habe. "Ein modernes Kunststoffrohr hätte dem ganz sicher Stand gehalten", glaubt Jürgen Schmid.
Der Bereich unmittelbar um die Bruch-Stelle wurde bereits am Samstag ausgebaggert, das Rohrstück ausgetauscht. Ab 15.30 Uhr funktionierte die Wasserleitung dann wieder. Und EVL-Experte Schmid konnte zumindest teilweise ein positives Fazit ziehen: "Wir hatten noch Glück im Unglück. Wäre das Wasser vor der Absperrung nur zwei Zentimeter höher gestiegen, wären die Keller der Häuser vollgelaufen."
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