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Leverkusen: Rathaus-Galerie: Politik streitet über Wupsi-Service

VON PETER KORN - zuletzt aktualisiert: 26.02.2010

Leverkusen (RPO). Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn (CDU) gibt sich optimistisch: Er habe erste Rückmeldungen erhalten, dass der neue City-Fahrplan der Kraftverkehr Wupper-Sieg AG, der vor allem auch abends mehr Fahrten zur Haltestelle Forum/Rathaus-Galerie vorsehe, hervorragend angenommen werde, erklärte der Verwaltungschef.

Pünktlich zur Eröffnung am Mittwoch hatte die Wupsi ihre Wiesdorf-Buslinien verstärkt, um den Kundenströmen den Weg zum Shoppingtempel zu erleichtern. Denn die tausenden erwarteten zusätzlichen Kunden können ja nicht alle mit dem Auto kommen.

Buchhorn ist sicher: "Wenn der Service weiter so gut angenommen wird, wie ich gemeldet bekommen habe, werden sich die dafür geplanten zusätzlichen Ausgaben von 120 000 Euro sogar amortisieren."

Das sieht Bürgerlisten-Fraktionschef Erhard Schoofs völlig anders. So anders, dass er auch in diesem Punkt ähnlich wie beim Thema "Karnevalsfrei" ein Schreiben an den Kölner Regierungspräsidenten Hans-Peter Lindlar abgeschickt hat, in dem er Buchhorn indirekt eigenmächtiges Handeln zu Lasten der Stadt vorwirft. Von der Wupsi erarbeitete Kostenersparnisse, die den jährlichen städtischen Zuschuss entlasteten, würden so zunichte gemacht, schreibt Schoofs, der von 150 000 Euro spricht.

Er stellt sich und Lindlar öffentlichkeitswirksam die Frage: "Ist eine solche freiwillige Mehrausgabe auf Veranlassung des Oberbürgermeisters überhaupt möglich?" Die Bürgerliste habe davon jedenfalls aus Wupsi-Kreisen erfahren.

"Das ist keine Geheim-Aktion", argumentiert Buchhorn. Sie sei vielmehr abgestimmt und kommuniziert. Er habe die Unterstützung des Verwaltungsvorstands, betont der Oberbürgermeister. "Und ich habe gerade eben noch mit drei Fraktionschefs des Leverkusener Stadtrats gesprochen, die mich ihrer Zustimmung versichert haben – und das waren nicht nur welche aus dem Jamaika-Bündnis."

Die 120 000 Euro seien zudem in einem Ergänzungs-Papier zum städtischen Etat aufgeführt, das allen Fraktionen zugegangen sei, "auch der Bürgerliste". Man könne, sagt der Verwaltungschef, doch nicht ein Zentrum wie die Rathaus-Galerie beschließen und dann bei der erforderlichen guten Verkehrsanbindung plötzlich mauern.