Köln/Leverkusen: Razzia gegen italienische Baufirmen
zuletzt aktualisiert: 15.03.2011 - 11:55Bei einer groß angelegten Razzia von Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstagmorgen im Raum Köln sind zehn mit Haftbefehl gesuchte Männer im Alter von 33 bis 60 Jahren festgenommen worden. Insgesamt sind laut Polizei 43 Privatwohnungen und Geschäftsräume italienischer Baufirmen durchsucht worden.
Schwerpunkt der bundesweiten Aktion war der Raum Köln. Weitere Durchsuchungen fanden in Düsseldorf, Leverkusen, Euskirchen, Höxter, Alsdorf und dem Rhein-Sieg-Kreis statt. Auch im Bereich Würzburg und Koblenz sowie in Hessen schlugen die Fahnder zu. Dabei wurden zehn Männer, die über Strohmänner Steuern hinterzogen haben sollen, größtenteils in Köln festgenommen. Die Summe soll sich auf etwa 30 Millionen Euro belaufen.
Im Fokus der Ermittlungen stehen die von den überwiegend sizilianischen Tatverdächtigen erwirtschafteten illegalen Millionen-Gewinne.
Bereits im Januar 2009 hatte die Polizei im Ermittlungsverfahren "EK Trina" im ähnlichen Umfang kriminelle Baufirmen durchsucht. Weitere Ermittlungen führten zu dem heutigen Schlag gegen die italienischen Strohmanngesellschaften. Diese dienen vor allem der Hinterziehung von Umsatz-, Lohn-, Gewerbe-, Körperschafts- sowie Einkommensteuer. Darüber hinaus seien Sozialabgaben, Beiträge zu Zusatzversorgungskassen und Bauberufsgenossenschaften vorenthalten worden.
Die Ermittlungen dauern an.
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