Rhein-Wupper: Region wird zum "Lena-Mekka"
VON INA LAUER - zuletzt aktualisiert: 01.02.2011Rhein-Wupper (RPO). Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband empfiehlt, dass sich Düsseldorf, Köln und Leverkusen zum Schlager-Grand-Prix gemeinsam als Region vermarkten. Die Hoffnung auf "Lena-Fans" in Leverkusener Hotels hat sich noch nicht bewahrheitet, doch aus Teilnehmerländern gibt es Anfragen.
27 Hotels aufgeführt
Genau 27 Hotels listet die Internet-Plattform "leverkusen.com" fürs Stadgebiet auf: neun davon werden in Wiesdorf geführt, fünf in Manfort, je drei in Schlebusch und Küppersteg, zwei in Opladen, je eins in Bürrig, Steinbüchel, Bergisch Neukirchen, Rheindorf und Quettingen.
Mehr als 30 000 Zuschauer finden in der Düsseldorfer Esprit-Arena Platz, wenn Lena Meyer-Landrut ihren Eurovision-Titel im eigenen Land verteidigen will. Hinzu kommen noch tausende, die zwar nicht das Finale am 14. Mai, jedoch diverse Vorentscheide und das Juryfinale erleben wollen. Auch Leverkusen wird Auffangbecken für Grand-Prix-Fans.
Schaulustige diverser Eurovision-Song-Contest-Parties werden zusätzlich in den Tagen um die Gesangsveranstaltung angelockt. Und die 43 Teilnehmer-Länder müssen natürlich auch irgendwo untergebracht werden. Dabei gibt es gar nicht so viel Betten wie Anreisende in der NRW-Landeshauptstadt. Schon jetzt sind die Düsseldorfer Hotelbetten Mangelware, denn parallel läuft die Großmesse Interpack vom 12. bis zum 18. Mai.
43 Nationen treten an
"In Leverkusen und Köln haben schon Teilnehmer-Länder Anfragen für Unterkünfte gestellt", sagt Mathias Cohen vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Köln – darunter 43 Nationen, die beim Song-Contest antreten, wie etwa Frankreich und Großbritannien. Doch gibt Cohen zu bedenken, dass der Grand Prix weit mehr als nur der 14. Mai sei. Nicht nur am Tag des eigentlichen Events werden Betten gebraucht, sondern bereits Tage vorher, auch in den Nachbarstädten.
"Auch wenn es die Kölner und Leverkusener nicht gern hören, aber die Städte müssen sich gemeinsam mit Düsseldorf als Region vermarkten", sagt Cohen. "Es geht um die Gesamt-Destination ,Grand Prix'." Da sei der Kölner Dom so prägend wie die Kö. Zudem hofft er darauf, dass sich die Besucherzuströme zum Grand Prix nachhaltig auswirken. Leverkusen liegt mit 1600 Hotelbetten verkehrsgünstig zwischen Düsseldorf und Köln, wie er sagt. Besucher, die diesen Vorteil erkannt haben, kämen auch hoffentlich wieder.
Von den Reservierungzahlen her kann man laut Cohen nicht darauf schließen, ob ein Besucher aus Osteuropa nun Messe- oder Grandprix-Gast sein. Das ist auch für die Leverkusener Hoteliers schwer unterscheidbar. "Mir sind keine konkreten Anfragen auf Hotelbetten zum Grand Prix bekannt. Wegen der Interpack waren wir schon früh ausgebucht", sagt Monja Lorré vom Lindner Hotel.
Auch Kristin Eickhoff vom Veranstaltungsbüro der Bayer Gastronomie sagt: "Bisher habe ich keine Auswirkungen des Song-Contests für Leverkusen bemerkt." Anfragen für Übertragungen oder Lena-Feiern gebe es nicht. Nach ihrer Einschätzung ist es auch bei Messen so, dass die Gäste aus Köln stärker Leverkusener Hotels in Anspruch nehmen, als die aus Düsseldorf. Demnach wäre es für Leverkusen besser, der Grand Prix würde in Köln stattfinden .
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