Leverkusen: RP-Boten: Keine Morgenmuffel
VON MARGIT LEUCHTENBERG - zuletzt aktualisiert: 01.10.2011Leverkusen (RP). Elisabeth Saalbach (50) und Dieter Steck (70) sind Zeitungszusteller der Rheinischen Post in Opladen. Die Arbeit am Morgen macht ihnen Spaß, und Frühsport betreiben sie dabei auch noch.
Um 1.30 Uhr ist die Nacht für Elisabeth Saalbach beendet. In aller Ruhe trinkt sie ihren Morgenkaffee und macht sich dann auf den Weg zur Anlieferungssteller der druckfrischen Rheinischen Post. In den Bezirken 104 und 101 in Opladen trägt sie seit 17 Jahren rund 150 Zeitungen aus.
"Als ich dringend Geld brauchte, hat mir meine Schwester zu dem Job verholfen. Ich bin nicht nur dabei geblieben, sondern habe auch noch hier im Zustellunternehmen meinen Mann kennengelernt", erzählt Elisabeth Saalbach lächelnd.
Ihre Schwester sprang ab, sie aber blieb bei der Stange und macht zusätzlich zu ihren beiden Bezirken den Nachlieferdienst, wenn einmal in einem Haushalt die Zeitung fehlt. Auch als Springer ist die agile Frau einsetzbar. Wenn ein Zusteller-Kollege wegen Krankheit ausfällt, übernimmt sie nach ihren Bezirken vertretungsweise auch den fremden Bezirk. "Die Abonnenten wollen doch ihre Zeitung haben", sagt sie. Mit ihren Anschlussarbeiten ist sie flexibel, so dass sie erst einmal "alle Opladener mit der RP versorgen kann".
Zusteller werden
Kontakt Wer sich für die Arbeit als Zeitungsbote interessiert, kann sich an Detlef Much wenden: Tel.: 0800 3001300 oder zustellung@rbverwaltung.de. Er hat weitere Informationen rund um die Arbeit als Zusteller und hilft bei Fragen weiter.
Begegnungen mit Wildtieren
Auch Dieter Steck liegen die Abonnenten seit zwölf Jahren am Herzen. "Ich mache Frühsport wie die, die morgens an der Dhünn entlang joggen, aber ich krieg' auch noch Geld dafür", beschreibt der Rentner seinen Job in den Bezirken 110 und 111.
Er ist im Opladener Zentrum jeden Morgen rund eineinhalb Stunden unterwegs und trifft dabei auch auf so manchen Nachtschwärmer, der in der Stadthalle kräftig gefeiert hat. Selbst bei den Geschäften versucht er, die RP so sicher wie möglich zuzustellen.
"Einmal hab' ich mich so bemüht, die Zeitung unter die Glastür eines Ladenlokals zu schieben, dass durch den Schwung der auffliegenden Zeitungsseiten die Alarmanlage ausgelöst wurde", erzählt er schmunzelnd. Jetzt legt er die RP immer vor die Tür.
Begegnungen ganz anderer Art hat da Elisabeth Saalbach. "Ich habe schon fliegende Uhus, Füchse, Rehe und Dachse auf meinen Routen getroffen", erzählt die Frühaufsteherin. "Wenn ich einmal ausschlafe, dann stehe ich um fünf Uhr auf. Aber später wird es nie", sagt sie. Dieter Steck hingegen kommt gegen fünf Uhr von seiner Runde zurück und legt sich noch einmal gemütlich bis neun ins Bett. Er ist der Meinung: "Als Rentner habe ich mir das verdient."
Auch am Sonntag oder im Urlaub schläft er gerne aus, ist hingegen aber hellwach, wenn er morgens mit dem Auto zur Abladestelle fährt. "Zusteller dürfen keine Morgenmuffel sein", sind sich beide einig.
Aber wer gerne früh aufsteht, für den ist der Job als Zusteller richtig. "Wir sind beide nie von Grippe betroffen, wir machen unseren Frühsport, und um die Weihnachtszeit, wenn die Abonnenten kleine Präsente an den Briefkasten hängen, wissen wir, wofür wir bei Wind und Wetter das Jahr über unterwegs waren", berichten sie.
Und schlechtes Wetter gibt es für Elisabeth Saalbach und Dieter Steck um drei Uhr in der Früh nicht – nur unpassende Kleidung. Aber mit Warnweste, Schirmmütze und Taschenlampe ausgerüstet finden die zwei jeden Briefkasten.
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






