Leverkusen: Rumänische Gastarbeiter ausgebeutet
zuletzt aktualisiert: 04.07.2008Leverkusen (RPO). Zustände wie auf einem Seelenverkäufer: So beschreiben rumänische Gastarbeiter ihre Situation auf Baustellen in Bergisch Gladbach („Rhein-Berg-Galerie“) und in Lohmar („Lohmarer Höfe“).
Die Rumänen haben offenbar seit Monaten keinen Lohn erhalten – obwohl sie teilweise an sechs Tagen die Woche zwölf Stunden malocht hatten. Für die Heimfahrt fehlte ihnen das Geld. In ihrer Not hatten sie sich schließlich an das Zollamt gewandt.
Angestellt waren die Gastarbeiter bei einem rumänischen Subunternehmen, das im Auftrag des Generalunternehmens Hejmans Oevermann arbeitet. Oevermann, das seinen Firmensitz in Münster hat, ist auch bei den Arbeiten des neuen Einkaufszentrums ECE in der Stadtmitte Leverkusen mit im Boot und arbeitet dort nach RP-Informationen ebenfalls mit einem Subunternehmen zusammen. Dieses sei aber nicht identisch mit dem, das jetzt in Verruf geraten sei, betonte ECE-Projektleiterin Astrid Thiele gestern auf RP-Anfrage.
Dirk Krüger von der Oevermann-Geschäftsführung schickte gestern Nachmittag eine Presseerklärung: „In Leverkusen sind uns keine Rückstände bekannt. Wir werden dennoch die Situation genau prüfen und gegebenenfalls zeitnah einschreiten.“ Die in Bergisch Gladbach und Lohmar tätigen Rumänen sollen in Kürze ihr Geld erhalten. Oevermann will für das säumige Subunternehmen einspringen und auch für den Heimtransport der Gastarbeiter sorgen.
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