Leverkusen: Schlebuscher Volksfest bricht alle Besucher-Rekorde
VON TOBIAS KRELL - zuletzt aktualisiert: 15.06.2009Leverkusen (RPO). Trotz Regen und schwacher Besucherzahlen zum Auftakt bewahrte Werner Nolden die Ruhe. Der Veranstalter des Schlebuscher Volksfestes legte alle Hoffnung auf die weiteren Tage und deren gute Wetterprognose. Was dann kam, sprengte alle Erwartungen.
"Brings" bescherte den Händlern im Wuppermann-Park bereits eine "Superjeilezick". "Normal war der Freitag immer der schwächere Tag. Und obwohl die Jungs im vergangenen Jahr am Samstag spielten, kamen diesmal mehr Menschen als 2008. Das ist echt unglaublich", schwärmte Nolden. Kurzzeitig durften sich Peter Brings und seine Kollegen sogar als Rekordhalter fühlen mit geschätzten rund 20 000 Besuchern im Park.
So viele waren in 26 Jahren Nolden-Verantwortung noch nie während eines Konzertes dort zugegen. Die neue Bestmarke hielt jedoch nicht lange. Schon am folgenden Tag setzten die "QueenKings" noch einmal einen drauf und stellten die übliche Rangfolge der Festtage wieder her.
"Das vergangene Jahr war mit vier Sonnentagen bereits phänomenal. Das haben wir diesmal getoppt – und das mit gerade einmal zweieinhalb Sonnentagen. Das hätte ich mir nie erträumen lassen", sagte Nolden. Zum positiven Gesamtbild passt die gute Bilanz der Polizei. Kleinere Rangeleien und wenige Taschendiebstähle – nach Wissen des Veranstalters zwei an der Zahl – seien lediglich zu verzeichnen gewesen. "Für diese Zahl an Menschen ist das wirklich beneidenswert. Davon können wir in Köln nur träumen", sagte ein Sprecher der Kölner Polizei. Auch die Situation am Kirmesplatz – vor einigen Jahren noch regelmäßig Ort für handfeste Auseinandersetzungen – hat sich der Beobachtung der Einsatzkräfte und des Veranstalters nach merklich beruhigt.
100 000 bis 150 000 Besucher
Genau sind die Zahlen bei einer Veranstaltung dieser Größe nicht zu erfassen. Nolden schätzt die Besucher bei der Kirmes und im Park zusammen auf rund 100 000 bis 150 000. "Damit sind wir mehr als zufrieden, aber wir haben dafür auch einiges getan. Wir bieten den Menschen hier Konzerte bei freiem Eintritt, für die sie anderswo bezahlen müssten, die tolle Atmosphäre des Wuppermann-Parks und zivile Preise. Dazu machen wir viel Werbung. Das macht sich bezahlt", ist er überzeugt.
Noch nicht begonnen hat Nolden mit der Werbung für die Bierbörse. Dennoch ist die Resonanz bereits jetzt überdurchschnittlich groß. Dafür sorgt die "Münchener Freiheit", die ihr Gastspiel beim Gerstensaft-Spektakel im Rahmen ihres Tournee-Plans veröffentlicht hat. "Es kommen Anfragen aus einem sehr weitem Umkreis. Das wird ein Ereignis", glaubt der Veranstalter.
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