Leverkusen: Schlosspark wegen alter Rotbuche gesperrt
zuletzt aktualisiert: 26.01.2011 - 14:00Die mindestens 200 Jahre alte Rotbuche im Park von Schloss Morsbroich ist von Pilzen befallen und laut Gutachter nicht mehr standsicher. Marion Grundmann, Leiterin von KulturStadtLev, ließ den Park deswegen umgehend sperren.
Eine gut 200-jährige Rotbuche im Park von Schloss Morsbroich scheint das bedeutendste Kulturgut in Leverkusen zu sein. Jedenfalls, wenn man bei der Bewertung das Engagement der Bürger zugrunde legt. Über 20 Personen, die sich zu einer Interessengemeinschaft zum Erhalt der Schlossbäume zusammen geschlossen haben, vermittelten dem Betriebsausschuss KulturStadtLev, dass der Erhalt des Baumes Bürgerwille ist.
Heilung ist nicht möglich, es gebe kein Mittel gegen den Pilz, erklärte Helmut Klee, den die Stadt als Gutachter bestellt hat. Der Baum stirbt also - irgendwann. Es könne sein, dass er noch 30 Jahre durchhalte, andererseits könne er schon beim nächsten Sturm abknicken oder mit voll belaubter Krone einem Sommergewitter zum Opfer fallen.
„Wenn wir nicht handeln, machen wir uns gegebenenfalls strafbar“, erinnerte Ernst Küchler (SPD). Daher wurde der Schlosspark vorläufig gespert.
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