Leverkusen: So lief die Blitz-Kontrollaktion
VON MEYEL LÖNING - zuletzt aktualisiert: 11.02.2012Leverkusen (RP). Bei der Tempo-Kontrollaktion der Polizei in NRW sind im Raum Köln/Leverkusen am Freitag bis 14 Uhr 450 Verkehrsverstöße gemessen worden. Dabei wurde zehn Autofahrern ein Fahrverbot erteilt. In Leverkusen wurde im Rahmen der landesweiten Kampagne "Brems Dich – rette Leben" von NRW-Innenminister Ralf Jäger an mehreren Standorten geblitzt – doch dort schienen die meisten Autofahrer von der Blitz-Offensive gehört zu haben. Eine der Einsatzgruppen der Stadt, die Michael Krüth vom Verkehrsdienst Köln betreute, stellte zwischen zwischen acht und 12.30 Uhr Uhr nur fünf Verkehrssünder.
"Aufklären, nicht verärgern"
Wegen der zahlreichen Unfalltoten 2011 hatte das Innenministerium in ganz NRW eine Blitz-Offensive veranlasst – in Leverkusen am Europaring, an der Burscheider Straße und an der Robert-Blum-Straße. Als Krüth vormittags an der Burscheider Straße zwei Stunden lang die Geschwindigkeiten der Autos kontrollierte, fuhr kein einziger Autofahrer zu schnell. Einige Fahrer grüßten die Kontrolleure freundlich (winken), andere weniger freundlich (Fenster runterkurbeln und klare Meinung zur Blitz-Kontrolle offenbaren). "Grundsätzlich wollen wir die Autofahrer nicht verärgern, sondern aufklären", sagte Krüth.
Deshalb kontrollierte sein Team mittags für zweieinhalb Stunden in der Tempo-30-Zone an der Robert-Blum-Straße. "Hier stehen wir oft", sagte Krüth. Die Zone werde kaum beachtet, obwohl dort viele Kinder der Montessori-Schule die Straße überqueren müssen. Tatsächlich fuhren fünf Autofahrer in die Radar-Falle – alle mussten ein Verwarnungsgeld in Höhe von 25 Euro zahlen. Die genauen Ergebnisse der 24-stündigen Blitz-Offensive will die Polizei Köln heute verkünden.
Akku des Messgeräts fiel aus
Krüth hofft, dass es im Frühjahr eine weitere Tempo-Kontrollaktion geben wird. "Im Winter fahren die meisten ohnehin aufmerksamer." Außerdem seien die Geräte nur bei Temperaturen von bis zu minus zehn Grad funktionstüchtig, der Akku leide sogar schon bei milderen Temperaturen. So auch an der Robert-Blum-Straße. Kurz vor 12.30 Uhr fiel der Akku aus.
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