Opladen: Sommerfest zum Jubiläum
VON MONIKA KLEIN - zuletzt aktualisiert: 08.07.2010Opladen (RPO). Im September 1985 wurde das neu erbaute Alten- und Pflegeheim des Deutschen Roten Kreuzes an der Düsseldorfer Straße eröffnet. Gestern feierte man dort den ganzen Tag über das 25-jährige Jubiläum.
"Das sollte ursprünglich ein Altenkrankenhaus werden, doch dann wurden die Mittel für so eine Einrichtung gestrichen", erzählte Toni Blankerts gestern am Rande der Jubiläumsfeier im DRK-Alten- und Pflegeheim an der Düsseldorfer Straße. Er war als Kreisvorsitzender und späterer Heimleiter damals so quasi der Bauherr des Projekts, das Anfang der Achtziger auf städtischem Grund errichtet wurde. Das Rote Kreuz verband man zu der Zeit noch ausschließlich mit dem Sanitätsdienst.
Platz für 98 Bewohner
Als Träger eines Altenheims betrat man in Leverkusen Neuland, erzählt Blankerts, der das Haus 15 Jahre leitete, bis er im Januar 2000 in den Ruhestand ging und an Dr. Josef Peters übergab, der bis heute die Doppelfunktion als Kreisgeschäftsführer und Heimleiter innehat. Er begrüßte gestern die Gäste zum offiziellen Festakt des 25-jährigen Jubiläums, das die Bewohner am Nachmittag mit ihrem traditionellen Sommerfest begingen. Eigentlich ist das Datum etwas verfrüht, denn erst am 12. September 1985 zog Lydia Buchholz als erste Bewohnerin in das neue Haus mit 98 Plätzen ein, das am 14. September, gut zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich, feierlich eröffnet wurde. Auch der Kreisverband des DRK zog damals in den Neubau ein.
"Im Bereich der Altenpflege hatten es die letzten 25 Jahre in sich", sagte Sozialdezernent Frank Stein, der gestern auch die Glückwünsche des Oberbürgermeisters überbrachte. Gesellschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen hätten sich permanent verändert.
Noch keine Pflegeversicherung
"1985 gab es noch keine Pflegeversicherung", rief er sich in Erinnerung. Die wurde erst 1995 eingeführt. Und damit kam die kommunale Bedarfsplanung in Gang, die Jahre später auch wieder abgeschafft wurde. Es gelte nach wie vor, den richtigen, zukunftsfähigen Weg zu finden zwischen der Notwendigkeit, genügend Pflegeplätze vorzuhalten und der Tatsache, dass Heime eine gewisse Auslastung brauchen, um zu überleben.
Der demografische Wandel habe die Arbeit verändert und außerdem hätten sich Ansprüche und Vorstellungen der Bewohner deutlich gewandelt. Stein gratulierte zum Jubiläum auch als Zuständiger für Umweltbelange. Das DRK-Haus wurde erst kürzlich beim Klimaschutzwettbewerb für Leverkusener Unternehmen ausgezeichnet.
"Wir sind stolz, mit dieser Einrichtung ein gutes Stück zur sozialen Betreuung in Leverkusen über die vergangenen 25 Jahre beigetragen zu haben", sagte Stefan Grunwald, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes und dankte den zahlreichen Förderern. Viele hätten sich mit persönlichem und finanziellen Engagement eingesetzt.
Vor allem Karl Jüngel und Sohn Karl-Heinz, die den Bau des Altenpflegeheims zu ihrer Idee machten und den finanziellen Grundstein legten. Bis heute wird das Haus von der Jüngel-Stiftung unterstützt.
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