Manfort: Spaß beim Psycho-Dreh
VON TOBIAS KRELL - zuletzt aktualisiert: 15.09.2007Manfort (RPO). Auf dem Schrottplatz an der Gneisenaustraße wurde zwei Tage lang eine Szene der Pro 7-Serie „Dr. Psycho“ gedreht. Zu sehen sein wird die Folge Anfang des nächsten Jahres.
Thomas Steglich hat einigen Erfolg als Inhaber des gleichnamigen Manforter Recycling-Unternehmens. Und auch als Aushilfs-Schauspieler stellte er sich nicht einmal ungeschickt an. Bei Dreharbeiten auf seinem Schrottplatz an der Gneisenaustraße spielte er einen Mitarbeiter. „In dieser Szene wurde mir ein Phantombild gezeigt und ich musste den Chef holen“, sagt Steglich. Zu sehen ist der kleine große Auftritt des Leverkuseners Anfang 2008 in einer Folge der Pro 7-Serie „Dr. Psycho“. „Das war wirklich interessant und lustig“, betonte er. Auch sieben Mitarbeiter fungierten während des Drehs am Donnerstag und vergangene Nacht als Komparsen.
Zweite Staffel
Zur Zeit wird für die zweite „Dr. Psycho“-Staffel gedreht. Die erste kam bestens an. Christian Ulmen erhielt für seine Rolle als Max Munzl den Bayerischen Fernsehpreis 2007. Die Serie, deren Untertitel „Die Bösen, die Bullen, meine Frau und ich“ lautet, war zudem unter anderem für den Preis Rose D´Or nominiert.
Bekanntestes Gesicht beim zweitägigen Schrottplatz-Dreh war Christian Ulmen. Der ehemalige MTV-Moderator und junge Schauspieler („Herr Lehmann“) mimt in der nicht allzu ernst gemeinten Krimiserie den Hauptcharakter Max Munzl. „Ich spiele einen Polizeipsychologen“, erklärt er. Der Dreh hat Ulmen zum ersten Mal nach Leverkusen entführt. Wenngleich Steglichs Schrottplatz sicher nicht zu den schönsten Ecken der Stadt gehört, war der Schauspieler doch angetan von dem, was er sah. „Ein sehr hübscher Schrottplatz. Da gibt es ganz andere“, versicherte er mit einem Augenzwinkern.
In den Drehpausen konnte er nie ganz Ernst bleiben. Nach dem Fototermin mit RP-Fotograf Uwe Miserius etwa meinte er nur: „Jetzt müssen wir uns beeilen, damit ich noch ’nen Nachschlag Nudeln bekomme“ und joggte los. Dass der ihn während der Pause begleitende Kameramann ebenfalls im Laufschritt hinter ihm her kam, sorgte für einige von Ulmen wohl einkalkulierte Lacher der anderen Teammitglieder. Bei der betreffenden Folge der Pro 7-Serie geht es um das Thema Diebstahl von Kupfer oder – wie der Schauspieler es schmunzelnd ausdrückt – um „eine besondere Form von Wertschöpfung im kriminellen Milieu“.
Nicht Lachen kann über echte Schrottdiebe Thomas Steglich. Denn er selbst wurde schon mehrfach ihr Opfer. Einmal wurden ihm zwei, einmal ein Laster mit wertvollem Material vom Gelände gestohlen. In einem der Fälle im Oktober 2006 wurde das Fahrzeug zu spät aufgespürt. Es entstand ein Schaden von rund 12 000 Euro. Danach verstärkte er die Sicherheitsvorkehrungen enorm. Das Gelände ist mit einer aufwändigen Alarmanlage gesichert und wird mit Kamera überwacht. „Einen erfolgreichen Einbruch hat es seitdem nicht mehr gegeben und auch die Versuche werden weniger“, freut sich der Unternehmer. Die Film-Schrottdiebe sind ihm als Besucher jedenfalls deutlich lieber als die Originale.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






