Leverkusen: Stadt fahndet nach "Schwarz-Hunden"
zuletzt aktualisiert: 18.04.2009Leverkusen (RPO). Die Stadt Leverkusen nimmt über die Hundesteuer in diesem Jahr rund 610 000 Euro ein. Derzeit sind 5688 Hunde angemeldet. Nach Erfahrungen aus Vorjahren werden aber mindestens rund 1100 Hunde ohne Anmeldung in Leverkusen gehalten.
Diesen "Schwarz-Hunden" will die Stadt auf die Spur kommen: Am Montag startet die Stadt eine neue Hunde-Bestandsaufnahme. Vertreter der Firma "Springer Kommunale Dienste Düren" werden 23 400 Haushalte besuchen und nach Hunden fragen. (Die Auswahl erfolgt nach dem Zufallsprinzip). Die Befragung läuft bis 30. Juni, teilte eine Stadtsprecherin gestern mit. Es besteht laut Stadt keine Auskunftspflicht gegenüber den privaten Ermittlern, denen allerdings Vertreter der Stadt folgen könnten.
Gefragt wird nach der Zahl von Hunden, nach Rasse und Gewicht. Für einen Hund beträgt die Steuer 108 Euro jährlich. Sozialhilfeempfänger zahlen 27 Euro. Ab dem zweiten Hund beträgt die Abgabe 218 Euro je Hund. Die Stadt kann bis zu vier Jahre rückwirkend Hundesteuer fordern. Wer erwischt wird, zahlt ein Bußgeld. Bei Selbstanzeige entfällt die Strafzahlung. Für Kampfhunde hat der Stadtrat keine Zusatzabgaben beschlossen.
2003 gab es erstmals eine Hundezählung. Ergebnis: rund 20 Prozent mehr Anmeldungen und 100 000 Euro Zusatzeinnahme pro Jahr.
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