Leverkusen: Steigern für den guten Zweck
VON TOBIAS KRELL - zuletzt aktualisiert: 28.09.2009Leverkusen (RPO). Mit einer gemeinsamen Gala im Audi-Zentrum sammelten der Förderverein des Leverkusener Kinderschutzbundes und der ebenfalls in der Stadt ansässige Verein "Freundeskreis Indianerhilfe" Geld für ihre Projekte.
Mehr als 10 000 Kilometer Luftlinie liegen zwischen Leverkusen am Rhein und Clinica Tucumaré im Stammesgebiet der Urarinas am Rio Chambira. Für einen Abend rückten die deutsche Großsstadt und das entlegene Indianer-Dorf im Norden Perus jedoch eng zusammen. Mit einer gemeinsamen Gala im Audi-Zentrum sammelten der Förderverein des hiesigen Kinderschutzbundes und der ebenfalls in der Stadt ansässige Verein "Freundeskreis Indianerhilfe" Geld für ihre Projekte, die jungen Erdenbürgern auf zwei Kontinenten zugute kommen sollen.
Peru-Trio und Politiker-Duo
Peru und Leverkusen – das war auch beim Programm des Abends Trumpf. Das "Mario Reynoso Trio" und eine Tanzgruppe vermittelten das Lebensgefühl des Landes im Nordwesten Südamerikas. Den lokalen musikalischen Beitrag leistete das Politiker-Duo Paul Hebbel und Michael Jansen als "einzige schwarz-grüne Boy-Band". Zum Rheinland gehört der Fasteleer. In Jens Singer konnten die Organisatoren einen der wenigen Leverkusener Redner für einen Auftritt gewinnen. Zur Überraschung vieler Uneingeweihter stieg der einstige "Schliebijer Schäng" in neuer Rolle als "Dä Schofför" in die Bütt, in der er künftig auch die Säle in Köln unsicher machen möchte.
Auszeichnung
Für viele Jahre Einsatz für die Ureinwohner in Südamerika hat Dr. Rappert im Juni das Bundesverdienstkreuz erhalten. Weitaus mehr als diese Auszeichnung freut den Leverkusener Kardiologen aber etwas anderes. "Wir haben erstmals Fördergelder vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bekommen", erzählte er begeistert.
Auch Käthe Steinke ist in der fünften Jahreszeit alles andere als eine Unbekannte. Beim Gala-Diner moderierte sie die Versteigerung, bei der – wieder ganz im deutsch-peruanischen Zweiklang – unter anderem sowohl Bilder aus Peru als auch ein unterschriebenes Trikot der Bayer-Bundesliga-Kicker gegen Höchstgebot neue Besitzer fanden. Dabei kam eine stattliche Summe zusammen. Der Gesamterlös des Abends geht dank einiger Sponsoren komplett an die Indianerhilfe und den Förderverein. Unterstützt werden soll damit der Bau eines Kindergartens in Clinica Tucumaré und ein Projekt, mit dem die Übergabe von Begrüßungspaketen für Leverkusener Neugeborene in den Familien stattfinden soll.
"Das passt hervorragend"
Vor zwei Jahren veranstaltete die Indianerhilfe einen solchen Abend erstmals, damals noch alleine. Der gute Draht zwischen dem einstigen Audi-Zentrums-Geschäftsführer Norbert Eckes, der nun – ebenfalls als Geschäftsführer – im Förderverein aktiv ist, und dem Indianerhilfe-Vorsitzenden Dr. Bernhard Rappert war der Grund für die Zusammenarbeit. "Es passt einfach hervorragend zusammen, dass wir mit diesem Abend Kindern vor Ort und in Südamerika gleichermaßen helfen", sagte der Kardiologe.
Mit gut 150 Gästen sind er und Eckes für die Premiere der gemeinsamen Wohltätigkeits-Veranstaltung äußerst zufrieden. Die Wiederholung ist bereits eingeplant. Sie soll im Oktober nächsten Jahres stattfinden – wieder im Audi-Zentrum .
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