Leverkusen: Streit um Fachhochschule
zuletzt aktualisiert: 13.03.2009Leverkusen (RPO). Gestern geriet Oberbürgermeister Ernst Küchler in die politische Zange. CDU und FDP warfen dem Stadtchef in Sachen "Ansiedlung weitere Fachhochschule für Leverkusen" schwere Fehler vor. (Die "Hochschule für Unternehmensführung" wählte Monheim als Standort, wir berichteten gestern). "Sie als Oberbürgermeister und damit Verantwortlicher in der Verwaltung haben nicht professionell gehandelt", kritisierte CDU-Fraktionschef Klaus Hupperth. Zudem habe Küchler die Politik nicht mit dem Thema befasst und damit den Rat missachtet.
FDP-Schulsprecher Timur Lutfullin warf dem Stadtchef vor, "kaum Engagement" gezeigt zu haben. Eine von der Hochschule gewünschte Mietausfallbürgschaft in Höhe von einer Million Euro sei Küchler zuviel gewesen.
Küchler wies die Vorwürfe gestern zurück. "Die gesamte Stadtspitze und auch die Landesentwicklungsgesellschaft haben sich nichts vorzuwerfen", sagte er im RP-Telefonat. Alle, auch die Wirtschaftsförderung Leverkusen, hätten sich "sehr aktiv" um das Hochschulprojekt gekümmert. Die Stadt habe schnell zustimmen können und sogar zugesagt, notfalls ab 2014 in den Hochschul-Mietvertrag für das Gebäude auf dem Innovationspark einzusteigen. Küchler hatte allerdings den Eindruck, die FH-Leitung sei an Leverkusen nicht mehr wirklich interessiert gewesen.
CDU-Ratsherr Bernhard Marewski verschärfte die Kritik. Küchler habe das Projekt nicht wirklich zur Chefsache erklärt, sondern es an den Schuldezernenten delegiert. So sei das mit "Ernst, dem Zauderer". In Monheim habe der Bürgermeister die Hochschul-Ansiedlung "zielsicher vorangetrieben".
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






