Leverkusen: Streit um Freibad Auermühle geht weiter
zuletzt aktualisiert: 04.09.2010Leverkusen (RPO). Der Streit um die Zukunft des Freibades Auermühle hält an. Die Verwaltung und der Sportpark wollen den Schwimmstandort in Schlebusch aufgeben und das Areal verkaufen.
Auf der anderen Seite bringen sich bereits Politiker gegen dieses Vorhaben in Stellung, über das der Stadtrat Anfang Oktober entscheiden soll. Die Partei Die Linke bekräftigte ihr Vorhaben, einen Bürgerentscheid in die Wege zu leiten, sollte das Bad nicht im Besitz der Stadt bleiben (5000 Unterschriften von Unterstützern habe man bereits gesammelt).
Auch CDU-Ratsherr Ulrich Wokulat hatte sich jüngst in einer persönlichen Stellungnahme für den Erhalt ausgesprochen.
Der Sportpark führt dagegen zahlreiche Argumente an, die gegen eine Weiterführung des Schwimmbetriebs sprächen. Der sei mit einem jährlichen Verlust von 400 000 Euro verbunden. Im Bad bestehe zudem ein umfangreicher Sanierungsbedarf (dies wird von Wokulat bestritten), der Arbeiten für fast zwei Millionen Euro notwendig mache. Vergangene Bemühungen, einen Investor für die Auermühle zu finden, der das Bad weiterführt, seien allesamt fehlgeschlagen: Mehr als 30 Investoren seien angesprochen und zudem Anzeigen geschaltet worden – aber alles ohne Ergebnis.
Die Einnahmen aus dem Verkauf des Schwimmbades seien aber unbedingt nötig, um den Bau des Kombibades in Opladen zu finanzieren. Zudem hätten sich die Besucherzahlen in den vergangenen Jahren verschlechtert – trotz der Schließung des Bades an der Talstraße.
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