Leverkusen: "Supermarkt – ein großer Schritt für Opladen"
zuletzt aktualisiert: 14.07.2009Leverkusen (RPO). Interview GBO-Geschäftsführer Bernd Fass über die Pläne für neue Wohnungen und einen Supermarkt an der Düsseldorfer Straße.
Herr Fass, der Gemeinnützige Bauverein Opladen hat an der Düsseldorfer Straße ein 3200 Quadratmeter großes Grundstück erworben, auf dem Wohnungen und ein Supermarkt entstehen sollen. Wie ist der Stand der Planung, und wann geht es los?
Fass Zunächst einmal sind wir froh, dass wir endlich eine ganz schwierige Voraussetzung für den Bau erfüllen konnten – eben den Grundstückskauf. Das war wirklich nicht so einfach, weil es verschiedene Eigentümer gab. Ich habe immer gesagt, bevor wir dieses Problem nicht gelöst haben, führen wir auch noch keine Gespräche mit Nahversorger-Märkten. Den Bereich von der Commerzbank bis zum ersten Abbruchhaus hatten wir ja schon länger erworben, danach kam das Gebäude, in dem sich die Gaststätte "Zum Roland" befand. Jetzt hat der Leverkusener Rat beschlossen, uns auch das angrenzende städtische Grundstück zu verkaufen. Damit können wir endlich in die konkrete Planung einsteigen.
Was haben Sie denn genau vor?
Fass Wir wollen einen Gebäudekomplex mit zahlreichen Wohnungen bauen und führen außerdem zurzeit Gespräche mit verschiedenen Konzernen, die Nahversorger-Märkte betreiben. So einen Markt möchten wir im Erdgeschoss ansiedeln. Klären müssen wir vorher aber unter anderem, wie wir die untere Etage des Parkhauses Kantstraße mit einbeziehen können, so dass ein neuer Markt seinen Kunden auch entsprechende Plätze anbieten kann. Ohne die brauchen wir gar nicht erst anzufangen. Sie können sich vorstellen, dass so ein Vorhaben gerade in dem verkehrstechnisch nicht unproblematischen Bereich zwischen Gerhart-Hauptmann-Straße, Parkhaus und Düsseldorfer Straße gut durchdacht sein will. Das braucht seine Zeit.
Wie sieht Ihre Zeitvorstellung aus?
Fass Voraussichtlich Ende August werden wir anfangen, die beiden Altbauten abzureißen. Wenn alles optimal läuft, könnte dann vielleicht 2011 mit dem Bau begonnen werden. Das soll aber erst geschehen, wenn wir unser anderes Bauprojekt gegenüber abgeschlossen haben.
Ihr Kerngeschäft ist ja eigentlich der Wohnungsbau. Wollen Sie sich mit dem neuen Markt jetzt auch als Stadtentwickler betätigen?
Fass Wohnungsbau ist und bleibt unser Kerngeschäft. Aber Tatsache ist auch: Wir setzen ja schon mit unserem Gebäudekomplex zwischen Kockenberg und der Remigiuskirche einen wichtigen städtebaulichen Akzent. Dort schaffen wir zurzeit 3500 Quadratmeter Gewerbefläche für Büros, Arztpraxen und mehr. Wenn es uns gelingt, auf dem neuen Areal tatsächlich einen Nahversorger-Markt anzusiedeln, wäre das für die weitere Entwicklung Opladens ein großer Schritt.
Peter Korn führte das Interview.
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