Leverkusen: Tatort gekippt
VON MONIKA KLEIN - zuletzt aktualisiert: 09.02.2008Leverkusen (RPO). Wegen des Brandunglücks in Ludwigshafen wurde die für Sonntag vorgesehene Folge „Schatten der Angst“ abgesetzt. Ferhat Kaleli, der darin mitspielt, kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen.
Ferhat Kaleli
Mit „Absprung“ gelang ihm ein Jahr später unter der Regie von Hanno Brühl der Sprung ins Fernsehen. Nach dem ARD-Streifen bekam er auch diverse Angebote von RTL, Sat 1 und ZDF. Sein Tatort-Debüt hatte er 1997 mit der Folge„Brandwunden“.
Ein Jahr hat Ferhat Kaleli in Kanada gelebt, wo er neben mehreren Kurzfilmen im mexikanisch-kanadischen Kinofilm „Geboren 1942“ mitwirkte.
KÖLN/LEVERKUSEN „Ich bin ein glücklicher Mensch“, versichert Ferhat Kaleli. Nach mehreren interessanten Filmprojekten spielt der 33-Jährige zum zweiten Mal in einem „Tatort“ mit. Am Sonntag zur besten Sendezeit sollte er eigentlich an der Seite von Kommissarin Lena Odenthal, alias Ulrike Folkerts, in der ARD-Produktion „Schatten der Angst“ zu sehen sein. Wegen des Brandunglücks in Ludwigshafen wurde die Folge, die im deutsch-türkischen Millieu derselben Stadt spielt, nun kurzfristig abgesetzt und gegen eine andere ausgetauscht.
Neuer Sendetermin ist der 6. April. Ferhat Kaleli kann diese eine Entscheidung nicht nachvollziehen. Denn die Krimigeschichte habe gar nichts mit dem realen Brand zu tun.
Erste Schritte im Theaterkursus
Er spielt als Önder Sahin im Tatort den Schwager und Geschäftspartner des Mordopfers, eines türkischen Unternehmers, der mit seinem eigenen Lieferwagen überfahren wurde. Man vermutet, dass es sich um die Tat eines Serientäters handelt. „Sie können sich natürlich denken, dass ich zum Kreis der Verdächtigen gehöre“, meint Kaleli, der sich neben dem Film- und Fernsehgeschäft nach wie vor der Bühne verbunden fühlt, doch mehr will er über seine Rolle nicht verraten.
Die ersten Schritte auf den Brettern, die die Welt bedeuten, hat der junge Mann türkischer Abstammung im Landrat-Lucas-Gymnasium unternommen. Im Theaterkursus von Lehrerin Elisabeth Rosenfelder, mit der er nach wie vor in Kontakt steht, hat er gerne und sehr engagiert mitgewirkt. Damals reifte schon der Wunsch, nach der Schule professionell zu spielen.
Seit 1994 war er an verschiedenen Theatern engagiert. Dann wurde er für mehrere Fernseh-Produktionen engagiert. Seit einem Jahr ist Kaleli von einem Kanada-Aufenthalt zurück in Deutschland und wohnt derzeit in Köln-Marienburg. Seine Familie und viele Freunde habe er nach wie vor in Opladen, erzählt er. Und demnächst plant er seinen Umzug an die Stadtgrenze Leichlingen/Solingen, wo er ein altes Fachwerkhaus beziehen will.
Regelmäßige Engagements
Er ist froh darüber, dass die Engagements mittlerweile so regelmäßig kommen, dass er nicht mehr gezwungen ist, alles zu nehmen, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. „Das Buch hat mir sofort gefallen“, erzählt er über den Tatort, der im vergangenen Mai gedreht und am Sonntag gesendet wird.
Die Geschichte sei gut recherchiert und sei ausgelöst durch reale Verbrechen. Neben Ulrike Folkerts zu spielen war für Kaleli eine gute Erfahrung. Sie sei eine echte Persönlichkeit. Parallel hat Kaleli auch mehrere Filme in der Türkei gedreht. „Das ist ein echter Vorteil, wenn man zwei Sprachen spricht,“ erklärt er.
Und dort bekomme er ganz andere Rollen angeboten, während er in Deutschland immer der junge Türke ist, sagt Ferhat Kaleli.
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